Pelztragen, Gewissensfrage?: Liz Hurley macht sich Feinde
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Pelztragen, Gewissensfrage?Liz Hurley macht sich Feinde

Schauspielerin Elizabeth Hurley ist das neue Aushängeschild der amerikanischen Pelzmode-Firma Blackglama, sehr zum Ärger der Tierschutz-Aktivisten.

Mit dem Fotoshooting für Blackglama hat die Britin einen Sturm der Entrüstung entfacht. Auf den Schwarz-Weiss-Bildern trägt die attraktive 41-Jährige wenig mehr als Pelz auf ihrer Haut.

Kein Wunder, bläst die im anglikanischen Sprachraum führende Tierschutz-Organisation PETA (People for the Ethical Treatment of Animals) zum Angriff auf Hurley: «Es ist schockierend, dass sie Geld dafür nimmt, dass sie Baby-Nerze trägt, die im Alter von nur sechs Monaten gehäutet werden, nur für den Luxus von Liz», erzürnt sich Robbie LeBlanc, Direktor von PETA Europa und fügt wütend hinzu: «Ihre Garderobe ist jetzt genau so tot wie ihre Filmkarriere.»

LeBlanc erklärt, wieso ihm die Blackglama-Kampagne so stark zusetzt: «Millionen von Tiere werden mit Stromschlag hingerichtet und dennoch bei lebendigem Leib gehäutet und leiden so elendiglich für die Produktion von Pelzmode. Heutzutage gibt so viele fantastische Kunstpelze, da gibt es keine Entschuldigung mehr, wenn man echten Pelz trägt.»

Hurley ist nicht die erste Prominente, die bei der «What becomes a legend most»-Kampagne (Wie wird man am besten legendär) von Blackglama mitmacht.

Bereits die Filmgöttinnen Audrey Hepburn, Marlene Dietrich, Lauren Bacall und Elizabeth Taylor posierten seit den 1960er-Jahren in den Mänteln der Pelzfirma, allerdings in den Zeiten bevor Pelztragen tabu wurde.

In neuerer Zeit sah man Supermodels wie Naomi Campbell, Cindy Crawford und Elle Macpherson die teuren Edel-Mäntel anpreisen. Und das, obwohl die Models auch in der berühmten Anti-Pelz-Kampagne «We'd rather go naked than wear fur» (wir zeigen uns eher nackt, als dass wir Pelz tragen) genau das Gegenteil behauptet hatten.

Auf diesen Widerspruch angesprochen, sagte Cindy Crawford, die Werbephotos wären für sie nur ein weiterer Model-Job gewesen. Naomi Campbell brachte es auf den Punkt: «Ich liebe Pelz», gab das legendäre Supermodel unumwunden zu. Aber auch Gisèle Bündchen arbeitete für Blackglama und soll angeblich fürs Posieren 581 000 Franken ausbezahlt und zusätzlich zwei Nerzmäntel extra bekommen haben, wie die «Daily Mail» berichtet.

Und was war Elizabeth Hurleys Motivation sich für Blackglama vor die Kamera zu stellen? Bis dato heisst es auf dem Hause Hurley dazu lediglich: Kein Kommentar.

(tom)

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