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Schwerer Unfall bei Nîmes (F)LKW fährt auf Gegenspur – Ehepaar und Sohn aus Höri sterben bei Crash

In Südfrankreich ist es am Samstag zu einem tragischen Unfall gekommen. Bei den drei Opfern handelt es sich um eine Familie aus Höri.

von
Bianca Lüthy
Thomas Mathis
Jean-Bernard Mani
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Bei einem Unfall in Südfrankreich starben J.C. und seine Ehefrau C.

Bei einem Unfall in Südfrankreich starben J.C. und seine Ehefrau C.

Ebenfalls unter den Opfern ist Sohn R.

Ebenfalls unter den Opfern ist Sohn R.

«Es ist ein Schock für mich und alle», sagt eine Freundin von C.

«Es ist ein Schock für mich und alle», sagt eine Freundin von C.

Darum gehts

  • Ein LKW fuhr am Samstag auf der A9 in Südfrankreich auf der falschen Fahrbahn.

  • Dort kollidierte er mit einem entgegenkommenden Auto und verursachte einen tödlichen Unfall.

  • Bei den Opfern handelt es sich um eine Familie aus der Umgebung von Bülach.

Ein LKW, der auf der falschen Strassenseite fuhr, ist am Samstag auf der A9 bei Nîmes in Frankreich mit einem Auto kollidiert. Drei Menschen sind dabei ums Leben gekommen. Der Geisterfahrer blieb nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP beinahe unverletzt.

Wie portugiesische Zeitungen berichten, handelt es sich bei den Opfern um eine drei Mitglieder einer Familie aus Höri ZH. J. C.* (44) und seine Ehefrau C.* (48) stammen aus Portugal und leben seit vielen Jahren in der Schweiz. Ebenfalls unter den Opfern ist demnach auch der etwa 20-jährige Sohn R.* – er hat mehrere Geschwister. Die Familie war laut Medienberichten auf dem Rückweg von Südfrankreich. Sie hatten in Portugal Ferien gemacht.

«Ein grosser Schock»

Die Anteilnahme auf Social Media ist gross. «Mein Beileid an die ganze Familie und viel Kraft und Mut für die Kinder», schreibt eine Nutzerin. Fernanda L.* ist eine gute Freundin von C.C., die einen Coiffeursalon betrieb. «Es ist für mich und alle ein grosser Schock», sagt sie zu 20 Minuten. Sie sei nicht nur eine gute Coiffeuse gewesen, sondern eine sehr hilfsbereite und sympathische Freundin – für all ihre Kunden.

Über Sohn R. weiss sie nicht viel: «Er hatte gern Autos und Motorräder.» Mit diesen posiert er auch auf seinem Social-Media-Account.

Fünf Kilometer in falsche Richtung

Der Unfall hat sich um halb 3 Uhr nachts ereignet. Das schwere Fahrzeug sei nach ersten Erkenntnissen fünf oder sechs Kilometer in die entgegengesetzte Richtung gefahren, teilten Feuerwehrleute der Nachrichtenagentur AFP mit.

Der Alkoholtest des 62-jährigen LKW-Chauffeurs sei negativ ausgefallen. Es wurde auch ein Test wegen Betäubungsmittelkonsum gemacht. Die Ergebnisse einer Blutprobe sollen am Montag bekannt gegeben werden, wie 20 Minutes schreibt.

*Name der Redaktion bekannt

Trauerst du oder jemand, den du kennst?

Hier findest du Hilfe:

Seelsorge.net, Angebot der reformierten und katholischen Kirche

Muslimische Seelsorge, Tel. 043 205 21 29

Lifewith.ch, für betroffene Geschwister

Verein Regenbogen, Hilfe für trauernde Familien

Pro Juventute, Tel. 147

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