Protest gegen Zertifikatspflicht - LKW-Fahrer blockieren Verkehr auf Italiens Autobahnen und rufen zu weiteren Streiks auf
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Protest gegen ZertifikatspflichtLKW-Fahrer blockieren Verkehr auf Italiens Autobahnen und rufen zu weiteren Streiks auf

In Italien protestieren Demonstranten seit Wochen gegen eine Ausweitung des «Green Pass» auf die Arbeitswelt. Diesem Protest schliessen sich jetzt auch LKW-Fahrer an.

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Mit eingeschalteten Warnblinkern…

Mit eingeschalteten Warnblinkern…

Screenshot/today.it
…und mit höchstens 30km/h fuhren die Trucks teilweise über die Autobahnen.

…und mit höchstens 30km/h fuhren die Trucks teilweise über die Autobahnen.

Screenshot/Twitter
Die Proteste zeigen erste Auswirkungen, doch den Initianten sind diese noch zu gering.

Die Proteste zeigen erste Auswirkungen, doch den Initianten sind diese noch zu gering.

Screenshot/Twitter

Darum gehts

  • Ab dem 15. Oktober soll in Italien die «Green Pass»-Regelung ausgedehnt werden.

  • Immer wieder kommt es zu Protesten.

  • Und auch das Strassennetz könnte zum Ort der Demonstrationen werden.

Die italienische Regierung hat angekündigt, die Zertifikatspflicht ab Mitte Oktober auf die gesamte Arbeitswelt auszudehnen. Das heisst, wer arbeiten will, braucht ein Zertifikat, alle Angestellten und Selbstständigen in der Privatwirtschaft sowie auch die Beamten in öffentlichen Ämtern sind betroffen – insgesamt 18 Millionen Menschen. Ohne den «Green Pass» geht dann fast nichts mehr.

Um gegen diese neue Regelung und die Ausweitung des «Green Pass», gleichzusetzen mit dem Schweizer Covid-Zertifikat, zu demonstrieren, riefen LKW-Fahrer jüngst zu landesweiten Protesten auf. Ziel war es, wichtige Autobahnen und Knotenpunkte in Italien lahmzulegen, wie today.it am Montag schreibt. Dazu hätten die Chauffeure mit höchstens 30 km/h und eingeschalteten Warnblinkern über die Strassen tuckern sollen.

Doch der Aufruf erreichte, zumindest bislang, noch zu wenige, um wirklich grosse Auswirkungen zu haben. Autostrade per l'Italia meldete nur vereinzelte Stausituationen, die jedoch nicht aussergewöhnlich gewesen seien. Unter den Anführenden der Proteste herrschte dann in den Sozialen Medien auch eine gewisse Enttäuschung, wie die Newsplattform weiter schreibt.

Autofahrer filmt Stau auf einer Autobahn in Italien.

Zusammenstösse zwischen Demonstrierenden und Polizei

Andere vermuteten, dass die tatsächlich durch die LKW-Fahrer ausgelösten Staus absichtlich nicht kommuniziert wurden. Die Wahrheit liegt wohl wie so oft irgendwo in der Mitte. Und: Die Proteste sollen nicht die letzten gewesen sein, wie suedtirolnews.it berichtet. Demnach wollen am 4. Oktober rund 35’000 Fahrer erneut ein Zeichen setzen.

Bereits am Samstag kam es bei einer Demonstration gegen die Corona-Massnahmen in Mailand zu Ausschreitungen. Von den mehreren Tausend Protestierenden, die gegen Impfungen und gegen den umfangreich vorgeschriebenen «Grünen Pass» auf die Strasse gingen, gerieten mehrere mit Polizei und Carabinieri aneinander.

In anderen Städten wie Rom oder Triest wurde ebenfalls gegen die Massnahmen der Regierung protestiert. Auch in der Hauptstadt wurden Polizisten attackiert; wie in Mailand wurden Anzeigen ausgestellt.

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(dmo/dpa)

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