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BernLKW-Fahrer soll versucht haben, Blockade von Klima-Aktivistinnen zu durchbrechen

Am Samstag kam es erneut zu einer Strassenblockade durch Klimaaktivistinnen und -aktivisten. Der Verkehr kam für rund 30 Minuten zum Stillstand. 

von
Vincent Vogler
Sechs Personen blockierten am Samstag die Lorrainebrücke in Bern.

Sechs Personen blockierten am Samstag die Lorrainebrücke in Bern.

Renovate Switzerland

Darum gehts

Der Schweizer Comedian Zeki polarisierte kürzlich mit einem Video, in dem er scherzte, Klimaaktivistinnen mit einem LKW zu überfahren. Wie Renovate Switzerland am Samstag in einer Mitteilung schreibt, sei dieses Szenario beinahe Wirklichkeit geworden. Grund: Die Lorrainebrücke in Bern wurde am Samstagnachmittag von sechs Aktivistinnen von Renovate Switzerland blockiert. Es kam zu Stau in beiden Richtungen.

Laut Renovate Switzerland soll ein Autofahrer die anderen Lenker ermutigt haben, durch die Blockade zu fahren. Daraufhin soll dies ein LKW-Fahrer tatsächlich versucht haben. Es blieb beim Versuch. Mehrere verärgerte Autofahrer sollen zudem die Plakate der Klimaaktivisten und Klimaaktivistinnen abgerissen haben.

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Polizei entfernte die Personen

Joël Regli, Mediensprecher der Kantonspolizei Bern, bestätigt den Vorfall auf Anfrage: «Kurz vor 13.45 Uhr ging die Meldung bei uns ein, dass die Brücke blockiert sei.» Der Verkehr sei kurzzeitig komplett still gestanden. Als die Polizei vor Ort ankam, konnten drei der sechs Aktivisten und Aktivistinnen direkt entfernt werden.

«Die anderen drei haben sich auf den Asphalt geklebt», so Regli. Um 14.15 Uhr sei dann der Verkehr wieder komplett frei gewesen. «Alle Personen wurden entfernt und zur Polizeiwache gebracht», erklärt Regli. Dass während der Aktion ein LKW-Lenker versuchte, die Blockade zu durchbrechen, kann die Kantonspolizei nicht bestätigen. Man habe jedoch festgestellt, dass einige Verkehrsteilnehmer ungeduldig waren.

Es ist bereits die zehnte Aktion von Renovate Switzerland innerhalb eines Monats. Wie die Aktivisten und Aktivistinnen schreiben, werden sie «so lange weitermachen, wie es nötig ist».

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