Aktualisiert 03.08.2012 08:59

Krieg in SyrienLob für Annan, Kämpfe in Syrien

Die Kämpfe in Syrien haben auch gestern Dutzende Todesopfer gefordert. US-Aussenministerin Hillary Clinton lobte Kofi Annan und tadelte gleichzeitg Russland und China.

In Damaskus werden auch am 2. August Bürgerkriegsopfer zu Grabe getragen.

In Damaskus werden auch am 2. August Bürgerkriegsopfer zu Grabe getragen.

Bei den Kämpfen zwischen Armee und Aufständischen in Syrien sind laut Bewohnern am Donnerstag wieder zahlreiche Menschen ums Leben gekommen. Allein in Hama in Zentralsyrien töteten Soldaten mindestens 50 Menschen, wie Oppositionelle und Einwohner berichteten.

Die Regierungstruppen hätten bei der Durchsuchung eines Stadtteils Mitglieder dreier Familien umgebracht.

In Damaskus kamen beim Einschlag mehrerer Granaten mindestens 20 Bewohner eines Palästinenserlagers ums Leben, wie Ärzte berichteten. Sicherheitskräfte hätten das Feuer kurz vor dem abendlichen Fastenbrechen eröffnet, bei dem Muslime während des Ramadans wieder Nahrung zu sich nehmen können.

Schwere Waffen in Händen der Rebellen

Unterdessen bestätigte Hervé Ladsous, der Chef der UNO-Friedenstruppen, Berichte, wonach auch die Aufständischen in Syrien über schwere Waffen verfügen. Es gehörten Panzer und Schützenpanzerwagen dazu, sagte Ladsous, ohne anzugeben, wer die Waffen geliefert haben könnte.

Ein Teil stammt nach Einschätzung von Diplomaten von Überläufern aus der syrischen Armee, die nun die Rebellen unterstützen.

Lob für Annan

Die Regierung in Washington äusserte zugleich erneut scharfe Kritik an dem syrischen Präsidenten Baschar Assad. Dieser setze «das brutale Morden an seinem eigenen Volk fort» und müsse daher sein Amt niederlegen, sagte Jay Carney, der Sprecher des Weissen Hauses. Frustriert über die eskalierende Gewalt in Syrien hatte Annan erklärt, ab Ende August nicht mehr als Sondergesandter der Vereinten Nationen zur Verfügung zu stehen.

US-Aussenministerin Hillary Clinton hat ihrerseits das «unermüdliche» Engagement des zurückgetretenen UN-Sondergesandten Kofi Annan für ein Ende des Blutvergiessens in Syrien gewürdigt. «Unglücklicherweise wurde der Weltsicherheitsrat daran gehindert, ihm die notwendigen Mittel an die Hand zu geben, um seine Arbeit voranzubringen», sagte Clinton am Donnerstagabend (Ortszeit).

(Video: YouTube/AlJazeeraEnglish)

(dapd)

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