Lebensgefahr: Loch in Speiseröhre wegen scharfer Chili
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LebensgefahrLoch in Speiseröhre wegen scharfer Chili

Ein Wettessen wurde einem Amerikaner zum Verhängnis: Sein Chili-Burger war so scharf, dass er danach in Lebensgefahr schwebte.

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Hätte der 47-jährige Amerikaner dieses Schild rechtzeitig gesehen, wäre ihm einiges erspart geblieben.

Hätte der 47-jährige Amerikaner dieses Schild rechtzeitig gesehen, wäre ihm einiges erspart geblieben.

Flickr.com/Kristine Paulus/CC BY 2.0
Das Chili-Püree, das er im Rahmen eines Burger-Wettessens verputzte, ... (Im Bild: Wettessen im Heart Attack Grill)

Das Chili-Püree, das er im Rahmen eines Burger-Wettessens verputzte, ... (Im Bild: Wettessen im Heart Attack Grill)

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... basierte auf einer Bhut-Jolokia-Chili, ...

... basierte auf einer Bhut-Jolokia-Chili, ...

iStock/Bhofack2

Wettessen sind aus Sicht von Aussenstehenden immer etwas fragwürdig. Doch spätestens wenn den Teilnehmern nach dem Vertilgen der Mengen der Bauch schmerzt, dürfte auch ihnen Zweifel kommen, ob solche Völlereien wirklich sinnvoll sind.

Ein 47-jähriger Amerikaner kam gar nicht mehr dazu, wie es im «Journal of Emergency Medicine» heisst: Der Burger mit Chili-Püree war nämlich so scharf, dass es ihm ein Loch in die Speiseröhre riss.

Diagnose: Boerhaave-Syndrom

Auslöser der heftigen Reaktion war der Hauptbestandteil des Pürees: eine Bhut-Jolokia-Chili, die mit mehr als einer Million Scoville als eine der schärfsten Chilis der Welt gilt. Zum Vergleich: Eine handelsübliche Jalapeño hat etwa 3500 Scoville (siehe Bildstrecke).

Wie unter anderem heute.at berichtet, fing der Mann direkt nach dem Essen an zu würgen und sich zu übergeben. Ausserdem klagte er über Bauch- und Brustschmerzen. Er wurde sofort ins Spital gebracht.

Dort diagnostizierten die Ärzte ein Boerhaave-Syndrom – einen spontanen Riss durch alle Wandschichten der Speiseröhre, der meist infolge massiven Erbrechens entsteht.

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Hohe Sterblichkeit

Der Patient überlebte und wurde nach 23 Tagen wieder entlassen. Allerdings muss er wegen der Verletzung an der Speiseröhre eine Magensonde tragen.

Wie viel Glück der 47-Jährige hatte, verrät ein Passage im «Journal of Emergency Medicine». Darin weisen die Autoren darauf hin, dass das Boerhaave-Syndrom eine hohe Sterblichkeit aufweist. Sie raten, auf den Verzehr derart scharfer Speisen zu verzichten.

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