Tourismus in Corona-Zeiten: Lockdown-müde Franzosen fliehen nach Madrid, um Party zu machen
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Tourismus in Corona-ZeitenLockdown-müde Franzosen fliehen nach Madrid, um Party zu machen

Weil im eigenen Land zunehmend härtere Ausgangsbeschränkungen gelten, zieht es viele Franzosen in den Süden. In Spanien hingegen darf man die eigene Region nicht verlassen.

von
Patrick McEvily
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In Teilen Frankreichs gilt seit Samstag ein neuer Lockdown. Viele fliehen davor – auch nach Spanien.

In Teilen Frankreichs gilt seit Samstag ein neuer Lockdown. Viele fliehen davor – auch nach Spanien.

AFP
Am Freitag kam es zu Staus rund um Paris, weil die Bewohner die Hauptstadt noch vor Mitternacht verlassen wollten.

Am Freitag kam es zu Staus rund um Paris, weil die Bewohner die Hauptstadt noch vor Mitternacht verlassen wollten.

Strassenverkehrsdienst Sytadin
Im Vergleich zu den Lockdowns des vergangenen Jahres lockert die Regierung die Ausgangsbeschränkungen aber: So dürfen die Menschen etwa im Umkreis von zehn Kilometern um ihre Wohnung Sport treiben oder spazieren gehen.

Im Vergleich zu den Lockdowns des vergangenen Jahres lockert die Regierung die Ausgangsbeschränkungen aber: So dürfen die Menschen etwa im Umkreis von zehn Kilometern um ihre Wohnung Sport treiben oder spazieren gehen.

REUTERS

Darum gehts

  • Frankreich ist seit Samstag wieder in einem Teil-Lockdown.

  • In Spanien hingegen bleiben die Restaurants, Bars und Läden zurzeit noch offen.

  • Darum reisen gerade besonders viele Franzosen über die Grenze nach Süden.

Die Zahl französischer Staatsbürger, die nach Spanien reisen, zeigt derzeit klar nach oben. Darunter sind viele, die einfach wieder einmal das Leben geniessen möchten. Zwar müssen auch in Spanien die Lokale nach 23 Uhr schliessen, trotzdem freuen sich einige der französischen Besucher darauf, in Madrid feiern zu können.

«Ich werde Madrid geniessen», sagt ein Franzose, der gerade eben am Flughafen von Madrid angekommen ist. «Um ehrlich zu sein, ich werde nicht um 23 Uhr nach Hause gehen – das mache ich in Paris auch nicht. Ich werde feiern.»

Seit zwei Tagen sind weite Teile Frankreichs, darunter auch der Grossraum Paris, in einem erneuten Lockdown. Für viele ist es bereits das dritte Mal seit einem Jahr, dass das komplette Leben (mit Ausnahme der Geschäfte des täglichen Bedarfs) herunterfahren musste. Grund also, ausser Landes zu flüchten. Ein Direktflug von Paris nach Madrid ist auf expedia.fr zurzeit für 97 Euro zu haben. Bereits am Freitagnachmittag waren hunderttausende Pariser überstürzt aus der Stadt geflüchtet.

Spanier müssen zuhause bleiben

Viele Einheimische dürften keine Freude an den ausländischen Besuchern haben. Ihnen ist es nämlich bis nach Ostern untersagt, in eine andere Region innerhalb des Landes zu reisen. Die Bilder von deutschen Besuchern auf Mallorca, haben gemäss «Reuters» bei vielen bereits für Unmut gesorgt.

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Branchenhilfe.ch, Ratgeber für betroffene Wirtschaftszweige

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

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