Wirtin Daniela Liebi: Lockdown-Rebellin flattert saftige Busse ins Haus
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Wirtin Daniela LiebiLockdown-Rebellin flattert saftige Busse ins Haus

Nach der verbotenen Öffnung ihres Gasthofs in Schwanden im Berner Oberland am 11. Januar wurde der Gastronomin jetzt der Strafbefehl zugestellt.

von
Denis Molnar

Darum gehts

  • Daniela Liebi öffnete im Januar trotz Lockdown ihr Restaurant in Schwanden BE.

  • Die Polizei schritt ein.

  • Jetzt bekam Liebi die Busse zugestellt.

Daniela Liebi öffnete ihr Restaurant in Schwanden im Berner Oberland trotz Lockdown am 11. Januar. Nach kurzer Zeit erschien die Polizei. «Sie machten mir klar, dass ich sofort das Geschäft schliessen muss», sagte Liebi damals unter Tränen.

Der Verband Gastro Oberland schmiss die Wirtin daraufhin aus dem Vorstand. Der Verband begründet den Schritt damit, dass Liebi angekündigt hatte, «willentlich gegen das Corona-Schliessungsdekret für die Gastronomie verstossen zu wollen». Liebi hat kein Verständnis dafür: «Ich bin im letzten Herbst von den Mitgliedern erneut in den Vorstand gewählt worden. Es wäre nur richtig, wenn sie auch über einen Ausschluss hätten bestimmen dürfen.»

Am Samstag nun bekam die Wirtin auch den Strafbefehl zugestellt, der dem «Blick» vorliegt. Die Busse der Staatsanwaltschaft Bern beträgt 2000 Franken. Hinzu kommen nochmals 800 Franken, unter anderem Gebühren. Der Lockdown-Verstoss kostet Liebi somit insgesamt 2800 Franken. Einsprache wird sie nicht erheben, wie sie der Zeitung sagt. Ihr Ziel habe sie trotzdem erreicht, indem sie auf die Situation der Gastro-Szene aufmerksam gemacht habe. Die Busse wird Liebi aus Spenden bezahlen können.

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