Swiss Music Awards: Loco Escrito schreibt Schweizer Musikgeschichte
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Swiss Music AwardsLoco Escrito schreibt Schweizer Musikgeschichte

Das hat vor ihm noch keiner geschafft: Der Latin-Sänger holt sich zum dritten Mal in Folge den Swiss Music Award in der König*innendisziplin «Best Hit». Was war sonst noch wichtig an den SMA 2021?

von
Schimun Krausz
Stephanie Vinzens

Lara Stolls Laudatio zum «Best Hit»-Swiss-Music-Award.

3+

Darum gehts

  • Die 2021er Swiss Music Awards waren die ersten in der 14-jährigen Geschichte der Preisverleihung, die ohne Saal-Publikum stattfanden und von 3+ produziert und übertragen wurden.

  • Hier sind die vier wichtigsten Momente der Show.

Loco Escrito schafft den Hattrick ‒ und shadet Lara Stoll

Slampoetin und Schauspielerin Lara Stoll erklärte in ihrer Laudatio (oben im Video!) zum «Best Hit» auf ihre gewohnt trockene Art und Weise, dass erfolgreiche Popsongs meistens nach demselben musikalischen Grundprinzip aufgebaut sind. Loco Escrito, der besagtes Livevoting und damit den Swiss Music Award für den besten Schweizer Song des Jahres gewann, konnte mit ihrer Rede nicht viel anfangen und machte daraus kein Geheimnis.

Loco redete lange. Und mehrmals.

3+

«Bei deiner Rede habe ich den Pepp vermisst», meinte er, als er am Freitagabend nach der Gewinnerverkündigung die Bühne des Zürcher Hallenstadions betrat. Einige Minuten später tat er seinen Unmut erneut kund und forderte für die SMA 2022 eben «mehr Pepp». Kein feiner Zug vom Zürcher mit kolumbianischen Wurzeln, aber anyway: Er hat zum dritten Mal in Folge den «Best Hit»-Award abgestaubt und sich damit endgültig unsterblich gemacht zumindest in SMA-Hinsicht.

Waren Loredana die SMA egal?

Die grosse Verliererin der 14. Swiss Music Awards war Loredana. Obwohl sie das ganze Jahr durch in aller (Medien-)Munde und sowohl für den «Best Hit» als auch für den «Best Female Act» nominiert war, gewann sie keine Trophäe nachdem sie 2020 noch als «Best Breaking Act» ausgezeichnet wurde.

Das dürfte ihr allerdings nicht allzu viel ausgemacht haben, hatte sie doch im Vorfeld nichts zu ihren SMA-Nominierungen gesagt oder gepostet und ihre Follower*innen auch nie zum «Best Hit»-Livevoting aufgefordert. Sie war auch weder im Hallenstadion vor Ort noch per Videocall zugeschaltet dabei war sie am Freitagnachmittag ziemlich eindeutig mit ihrer kleinen Tochter in der Schweiz unterwegs.

Wir wissen endlich alles über Philipp Fankhausers Mops

Die wohl wichtigste Frage rund um die diesjährigen Swiss Music Awards okay, rund um die Schweizer Musikszene überhaupt ist geklärt: Wir wissen endlich, wie alt Philipp Fankhausers Mops Trevor ist, den er sowohl bei seinem Videocall auf dem Schoss hatte als auch (zum Glück) bei jeder Gelegenheit auf Social Media zeigt.

Also: Er ist sechs Jahre alt. Und wir hoffen, dass es bei seinem Siebenjährigen ein Insta-Live gibt. Das wir dann bei uns übertragen. Versprochen.

Die Zuger Polizei beherrscht ihre «Jerusalema»-Choreografie

Das Saal-Publikum und vor allem die Akteur*innen der Schweizer Musikszene, die sonst an diesem Anlass miteinander tuschelten und von den Kameras dabei eingefangen wurden, fehlten. Und zwar sehr. 3+ versuchte das bei seinen ersten Swiss Music Awards (vorher machte SRF die Show) mit Live-Videocalls und teils vorher aufgezeichneten Auftritten wettzumachen und machte dabei einen guten Job, das Gefühl eines Gipfeltreffens der Branche fehlte aber trotzdem.

Aber hey: Immerhin tanzten fünf Mitglieder der Zuger Polizei live ihre viral gegangene «Jerusalema»-Choreo manchmal muss man sich eben mit dem zufrieden geben, was man kriegt.

Bühne frei für die Zuger Polizei. Schön, wenn sich Dinge reimen, gell?

3+

20 Minuten ist Medienpartner der Swiss Music Awards.

Auf einen Blick

Die Gewinner*innen 2021

Best Female Act: Beatrice Egli

Best Male Act: Loco Escrito

Best Group: Gotthard

Best Album: Heimweh – «Zämehäbe»

Best Breaking Act presented by 20 Minuten: Megawatt

SRF 3 Best Talent: Caroline Alves

Best Hit: Loco Escrito – «Ámame»

Artist Award: Trummer

Outstanding Achievement Award: Patent Ochsner

Best Act Romandie: Arma Jackson

Der «Best Live Act» wurde dieses Jahr nicht verliehen, weil 2020 kaum jemand Konzerte spielen konnte. Der Preis für den «Best Solo Act International» geht an The Weeknd, ebenso der «Best Hit International»-SMA für seinen Song «Blinding Lights». Ava Max holt sich den «Best Breaking Act International» und AC/DC sind die «Best Group International».

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