Aktualisiert 16.03.2017 09:22

Berner Warenhäuser

Loeb rutscht in die roten Zahlen

Die rückläufigen Umsätze im stationären Detailhandel haben auch bei Loeb Spuren hinterlassen. Die Berner Warenhaus-Gruppe ist im vergangenen Jahr in die roten Zahlen gerutscht.

von
sul
Für 2016 verzeichnete Loeb einen Verlust von 4,6 Millionen Franken.

Für 2016 verzeichnete Loeb einen Verlust von 4,6 Millionen Franken.

Keystone/Peter Klaunzer

Für 2016 weist Loeb einen Verlust von 4,6 Millionen Franken aus nach einem Gewinn von 2,1 Millionen im Vorjahr, wie aus einem Communiqué vom Donnerstag hervorgeht. Zum Betriebsverlust (EBIT) von 2,4 Millionen Franken kamen Sonderkosten für die Anpassung im Filialnetz und für die Pensionskasse.

Der Umsatz ging um 6,2 Prozent auf 93,6 Millionen Franken zurück. Der starke Franken und der wachsende Online-Handel machen Loeb mit seinen traditionsreichen Warenhäusern in Bern, Thun und Biel zu schaffen. Der tiefere Nettoerlös halbierte den Betriebsgewinn auf Stufe EBITDA auf 6,4 Millionen Franken.

Das Finanzgeschäft erholte sich zwar dank der besseren Verfassung der Finanzmärkte. Der Saldo ist praktisch ausgeglichen. Erfreulich hat sich für Loeb auch der Bereich Immobilien entwickelt. Der beträchtliche Immobilienbestand ist voll vermietet.

20 Millionen für Warenhäuser

Im Detailhandel setzt Loeb nun auf eine Vorwärtsstrategie. Rund 20 Millionen Franken will die Gruppe ab dem kommenden Jahr in die Erneuerung ihrer Warenhäuser stecken. Die Logistikprozesse sollen zudem so umgestellt werden, dass Loeb schneller auf Kundenbedürfnisse reagieren und die Lagerbestände optimieren kann.

An Bedeutung gewinnt der Online-Handel. Seit gut einem Jahr ist Loeb auf dem Marktplatz Siroop von Coop vertreten. Die Zusammenarbeit entwickle sich gemessen an den prozentualen Zuwachsraten erfreulich, schreibt Loeb im Communiqué vom Donnerstag.

22 Mitarbeiter weniger

Das Filialnetz wird 2017 weiter verkleinert. Bereits Anfang Jahr schloss die Filiale im Shoppyland. Auch ein Outletstore in der Berner Innenstadt wurde aufgegeben, beim zweiten Outlet erfolgt die Schliessung im kommenden September.

Der Mitarbeiterbestand ging bis Ende letzten Jahres auf 360 Vollzeitstellen zurück. Das sind 22 weniger als vor einem Jahr und 50 weniger als 2014.

(sul/sda)

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