Aktualisiert 10.06.2009 23:26

KriseLöhne der Schweizer Topmanager eingebrochen

Die Bosse der grossen Schweizer Unternehmen mussten zünftige Lohneinbussen in Kauf nehmen. Im Schnitt gabs 2008 aber immer noch zwei Millionen Franken.

Die Konjunkturflaute hat ihre Spuren auch bei den Managerlöhnen hinterlassen. Laut einem Lohnvergleich der «Handelszeitung» mussten sich die Chefs der 55 grössten Schweizer Unternehmen im vergangenen Jahr mit durchschnittlich 16 Prozent weniger Lohn begnügen.

Die grösste Einbusse hinnehmen musste die Konzernleitung der UBS: Statt einem Salär von durchschnittlich 4,8 Millionen Franken gabs 2008 nur eine Entschädigung von 757 000 Franken pro Kopf. Die Lohneinbussen beschränken sich aber nicht nur auf den Bankensektor: So mussten auch die Manager von OC Oerlikon Kürzungen von 66% hinnehmen. Für Peter V. Kunz von der Uni Bern sind die Lohneinbussen primär die Folgen der Wirtschaftskrise: «Der Druck aus der Bevölkerung bringt bei den Managern kein Einsehen, hat aber Auswirkungen auf die Politik.»

Die kürzlich präsentierten Vergütungsregeln der Finanzmarktaufsicht seien eine Folge davon. Laut Kunz sind die Manager hierzulande weder unter- noch überbezahlt. Spitzenverdiener in der Schweiz war mit 20,5 Millionen Franken Novartis-CEO Daniel Vasella. Sein Lohn ist 2008 sogar um 21 Prozent gestiegen.

sap

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