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Nach AmoklaufLörracher Bürger gedenken der Opfer

Mit einer ökumenischen Gedenkfeier haben am Samstag Lörracher Bürger der Opfer des Amoklaufs vom vergangenen Sonntag gedacht.

In der katholischen Kirche St. Bonifatius kamen etwa 300 Menschen zusammen, darunter viele Feuerwehrleute und Ordensschwestern.

Am Samstag wurden in Schopfheim zudem der getötete Ehemann und der Sohn der 41-jährigen Rechtsanwältin beerdigt. Der getötete 56-jährige Pfleger war bereits am Freitag beigesetzt worden. Wann die Täterin selbst bestattet werden sollte, konnte die Polizei nicht sagen.

Im Online-Kondonlenzbuch der Stadt ist die Anteilnahme indes gross. Bis Samstag haben fast 300 Menschen und Organisationen aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz ihr Mitgefühl mit den Angehörigen der Tragödie ausgedrückt. Auch das Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden kondolierte.

Familiäre Probleme

Beim Amoklauf der 41-jährigen Rechtsanwältin waren am vergangenen Sonntag vier Menschen um Leben gekommen. Zunächst hatte die Frau ihren getrennt lebenden Noch-Ehemann erschossen und danach ihren fünfjährigen Sohn vermutlich bewusstlos geschlagen und mit einer Plastiktüte erstickt.

Danach setzte sie Wohnung in Brand und verursachte dabei eine Explosion, durch die 15 weitere Menschen Rauchvergiftungen erlitten. Anschliessend war sie zum nahe gelegenen Krankenhaus gegangen, auf dem Weg dorthin hatte sie mehrere Passanten beschossen und dabei zwei Männer verletzt.

Im Krankenhaus tötete sie einen 56-jährigen Pfleger auf der gynäkologischen Abteilung. Bei einem Schusswechsel mit der Polizei wurde sie von 17 Kugeln getroffen und starb daraufhin. Hintergrund der Tat waren offenbar familiäre Probleme, das Paar hatte sich im Juni getrennt. (dapd)

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