«Erhebliche Waldbrandgefahr»: Löschheli-Einsatz in Solothurn – Bund warnt vor Waldbränden
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«Erhebliche Waldbrandgefahr»Löschheli-Einsatz in Solothurn – Bund warnt vor Waldbränden

Am Freitag brannte ein Waldstück oberhalb von Oensingen SO. Die ausgerückten Feuerwehrleute standen mehrere Stunden im Einsatz. Aufgrund der Trockenheit herrscht derzeit in vielen Teilen der Schweiz erhebliche Waldbrandgefahr.

Auf dem Roggen im Kanton Solothurn ist am Freitagnachmittag ein Waldbrand ausgebrochen. Das Löschwasser holte sich der Helipilot im nahegelegenen Schwimmbad Moos in Balsthal.

20min / News-Scout

Das aktuelle Sommerwetter lockt nach draussen. Baden, Planschen, Sünnele, Glaceessen und abends Grillen oder Bräteln: Einem sommerlichen Wochenende steht nichts im Wege. Doch Vorsicht: Aufgrund der Hitzewelle herrscht in vielen Teilen der Schweiz bereits erhebliche Waldbrandgefahr. Aufgrund der erhöhten Trockenheit kann sich daher das Feuer rasch ausbreiten, insbesondere auch bei Wind. Der Bund warnt deshalb: Zigaretten, Raucherwaren und Feuerzeuge sollen nicht sorglos weggeworfen werden – «Grillfeuer immer beobachten und Funkenwurf sofort löschen». Die Gefahrenstufe 3 – «erhebliche Gefahr» – herrscht seit Freitag in diversen Schweizer Regionen:

Orange bedeutet «erhebliche Waldbrandgefahr», Gelb «mässige Gefahr», Grün «keine oder geringe Gefahr».
Stand: 17. Juni 2022

Orange bedeutet «erhebliche Waldbrandgefahr», Gelb «mässige Gefahr», Grün «keine oder geringe Gefahr».

Bundesamt für Umwelt  / waldbrandgefahr.ch

Waldbrand im Kanton Solothurn

Auf dem Roggen im Kanton Solothurn ist am Freitagnachmittag bereits ein Waldbrand ausgebrochen. Nach  16.30 Uhr wurde oberhalb einer Felsklippe Rauch gesichtet, worauf die alarmierten Einsatzkräfte umgehend ins steile Gelände ausrückten.

Am vergangenen frühen Freitagabend haben die kantonale Alarmzentrale in Solothurn mehrere Meldungen über einen Waldbrand auf dem Roggen erreicht. 

Am vergangenen frühen Freitagabend haben die kantonale Alarmzentrale in Solothurn mehrere Meldungen über einen Waldbrand auf dem Roggen erreicht. 

Kapo Solothurn

Darauf folgte aufgrund der schwierigen Lage des Brandherdes ein aufwendiger, mehrstündiger Löscheinsatz: Das Feuer, welches sich auf einer Fläche von 30 mal 30 Metern ausgebreitet hatte, konnten die Feuerwehrleute schliesslich erst im Verlauf des Abends löschen. Die Feuerwehren Balstahl und Mümliswil-Ramiswil wurden zudem von einem Löschhelikopter unterstützt.

Dieser Löschhelikopter sorgte auch im benachbarten Schwimmbad Balsthal für Aufsehen: Das Löschwasser holte der Helikopterpilot am Freitagnachmittag im dortigen Schwimmbecken. Die Badegäste mussten das Wasser verlassen, um dem Helikopter das Auffüllen des Löschwasser-Aussenlastbehälters zu ermöglichen.

«Wieso es zum Brand auf dem Roggen gekommen war, ist noch nicht bekannt», teilt die Polizei nun mit. Doch auch die Solothurner Kapo warnt: «Ein Funkenflug oder brennende Streichhölzer können einen Brand verursachen.» Aus diesem Grund darf aktuell nur in befestigten Feuerstellen und nur mit grosser Sorgfalt ein Feuer entfacht werden. «Bei allfälligem Wind ist auf ein Feuer im Wald bzw. in Waldesnähe zu verzichten», so die Kapo Solothurn. Massnahmen wie Feuerverbote ordnen die Kantone selber an. Die Massnahmen können so auch von Kanton zu Kanton unterschiedlich sein.  

(miw)

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