Löwen-Duo: Nach harscher Kritik jetzt die Genugtuung
Aktualisiert

Löwen-Duo: Nach harscher Kritik jetzt die Genugtuung

Der ZSC spielt
im Titelrennen wieder
eine Rolle. Das ist auch
eine Bestätigung für
Trainer Harold Kreis und
Sportchef Peter Iten.

Die Löwen kämpfen mit Herz und Leidenschaft, was der Anhängerschaft gefällt und den Beobachtern imponiert. Ob Domenico Pittis, dem im 1. Drittel fast alles missriet, oder Matchwinner Mark Bastl mit seinem Kunstschuss zum Overtimeglück – das Rudel auf dem Eis steigerte sich und bewies im zweiten Halbfinal gegen den Champion HC Davos erneut Teamgeist und viel Moral. Sportchef Peter Iten, der in der Vergangenheit manchen verbalen Bodycheck über sich ergehen lassen musste, stellt zufrieden fest: «Ich bin stolz auf die Jungs.»

Die jüngsten Leistungen der Lions sind der Beweis, dass der Dübendorfer das Kader optimaler zusammenstellte, als es Kritiker sahen. Gewiss, Don MacLean war ein Missgriff. Aber die übrigen Transfers entpuppten sich als klug, jener von Peter Sejna gar als Volltreffer. Ob Iten bleiben darf, ist offen. «Ich will im Moment nicht darüber reden.» Auch für Headcoach Harold Kreis sind die erfreulichen Playoff-Tage der Lohn harter Arbeit. Trotz seiner Kompetenz und Integrität reichte es nicht für eine weitere Amtsperiode in Oerlikon. Kreis, dessen Job im Herbst an einem dünnen Faden hing, wird Trainer in Düsseldorf. «Ich hatte die Wahl zwischen keinem Angebot und einer Offerte.» Vielleicht wird die Teppichetage der ZLE Betriebs AG die Verzögerungstaktik bei ihrem scheidenden Trainer eines Tages bereuen.

fal

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