Jungtiere: Löwenbabys versüssen den Zoo-Besuch
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JungtiereLöwenbabys versüssen den Zoo-Besuch

Seit kurzem erkunden die vier rund zwei Monate alten Löwenbabys die Aussenanlage und verzücken die Besucher. Heute gab der Zoo Zürich die Namen der Kleinen bekannt.

Wie der erste tierärztliche Untersuch gezeigt hat, handelt es sich bei den Löwenbabys um einen Kater und drei Kätzchen. Sie heissen Kuvam, Kalika, Keladi und Kanya.

Die Namen sind indisch. Der Zoo Zürich hatte dafür einen Wettbewerb durchgeführt und musste am Schluss aus über 1300 eingegangenen Vorschlägen auswählen. Der Name des Katers, Kuvam, bedeutet Sonne. Kalika heisst Knospe, Keladi ist der Name einer Königin, und das dritte Kätzchen, Kanya, trägt den Namen einer Gottheit.

Indische Löwen leben heute nur noch in einer rund 350 Individuen umfassenden Population im Gir Forest im Bundesstaat Gujarat. Die Situation sei bedrohlich, sagte Zoo-Direktor Alex Rübel am Mittwoch vor den Medien in Zürich. Im Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) in den Zoos gäbe es zusätzlich rund 80 Tiere dieser Art.

«Weil wir hier in Zürich eine Reservepopulation haben, ist es gut, dass wir vier Junge aufs Mal bekommen haben», sagte Rübel. Diese Population darf ruhig wachsen. Das Rudel im Zürcher Zoo ist mittlerweile achtköpfig. Neben Vater Radja und Mutter Joy gehören auch die beiden eineinhalbjährigen Jasraj und Jeevana zur Familie.

Harmonische Familie

«Joy macht ihre Sache gut», sagte Zoo-Kurator Robert Zingg. Sie habe die Kleinen gut in die Gruppe eingeführt und achte darauf, dass keiner ihnen etwas antue. «Die grösseren Geschwister bekommen von ihr zwischendurch auch einmal eine aufs Dach, dann aber immer wieder auch Schmuseeinheiten.»

Die Löwenfamilie präsentierte sich am Mittwoch dann auch sehr harmonisch. Papa Radja streifte langsam an seinen Kleinen vorbei und schnupperte zärtlich an ihren Schnäuzchen. Auch der grössere Bruder Jasraj durfte auf Tuchfühlung mit seinen Geschwisterchen gehen. Mutter Joy sass derweil auf dem Felsen darüber und beobachtete das Geschehen in stoischer Ruhe.

Es ist für die Zoo-Verantwortlichen noch ziemlich schwierig, die Jungtiere auseinanderzuhalten. «Zwei der Kleinsten scheinen vorwitzig und vorauseilend», sagte Zingg. Die anderen beiden trotteten immer eher hinterher, fasste der Zoo-Kurator die verschiedenen Eigenschaften zusammen.

Als Erster den Zoo verlassen muss höchstwahrscheinlich das im vergangenen Jahr geborene Männchen Jasradj. «Mit drei Jahren werden die Löwen geschlechtsreif, dann wird es wohl zu Raufereien mit dem Vater kommen», sagte Zoo-Direktor Rübel. Ausserdem brauche es im EEP Männchen. «Die Weibchen dürfen gerne hierbleiben», sagte Rübel. (sda)

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