Aktualisiert 18.09.2018 13:58

Hardware-TestLohnt sich der Umstieg auf das neue iPhone XS Max?

20 Minuten hat die neuen iPhone-Modelle ausprobiert. Der Test zeigt, wie gut Kamera und Akku sind – und für welche Apple-Fans sich ein Update lohnt.

von
tob
1 / 41
Apple hat am 12. September das iPhone XS und das XS Max vorgestellt.

Apple hat am 12. September das iPhone XS und das XS Max vorgestellt.

Das neue Gold-Finish wirkt je nach Licht und Blickwinkel eher golden, dann wieder grau und teilweise fast schon weiss.

Das neue Gold-Finish wirkt je nach Licht und Blickwinkel eher golden, dann wieder grau und teilweise fast schon weiss.

Grössenvergleich von links nach rechts: Samsung Note 9 (6,4 Zoll), Huawei P20 Pro (6,1 Zoll), iPhone XS Max (6,5 Zoll), iPhone X (5,8 Zoll).

Grössenvergleich von links nach rechts: Samsung Note 9 (6,4 Zoll), Huawei P20 Pro (6,1 Zoll), iPhone XS Max (6,5 Zoll), iPhone X (5,8 Zoll).

20M

Schnellerer Prozessor, längere Laufzeit, XXL-Display, neue Cam und ein goldenes Gehäuse. Das sind stark zusammengefasst die Änderungen, welche die neuen XS-Modelle von ihrem Vorgänger unterscheidet.

20 Minuten konnte das XS und das XS Max vor dem Verkaufsstart am Freitag testen. Auffallend ist das Display des Max-Modells, das nicht nur von der Grösse (6,5 Zoll), sondern auch von der Brillanz her an dasjenige des Samsung Note 9 erinnert. Es macht Spass, darauf Inhalte anzuschauen.

Die Dualkamera im Test

Bei der Präsentation lobte Apple die neue Dualkamera in den XS-Modellen. Die Kamera soll dank des schnelleren Prozessors eine natürlichere Tiefenunschärfe errechnen – sogenanntes Bokeh. Der Grad dieser Unschärfe kann auch nachträglich noch verstellt werden. Eine Funktion, die man bereits von anderen Herstellern kennt. In der obigen Bildstrecke gibt es einen Vergleich zwischen dem iPhone XS Max und einer Profikamera.

Der Vergleich zeigt: Beim iPhone funktioniert die Tiefenschärfe zuverlässig, solange die Form des Sujets nicht allzu komplex ist. Bei zwei Beispielen (Sonnenblumen und Tauben) ist es sogar schwer zu sagen, welches Bild von welcher Kamera aufgenommen wurde. Das beste Resultat liefert die überarbeitete iPhone-Cam im Porträtmodus aber dann ab, wenn damit tatsächlich eine Person fotografiert wird.

Es ist ein weiteres Beispiel dafür, das zeigt, was heute mit computergestützter Fotografie alles möglich ist. Zwar kann ein Smartphone mit seinem kleinem Sensor und den Mini-Linsen keine Profikamera ersetzen, die Geräte – und darunter auch die neuen iPhones – werden aber zunehmend zu einer ernst zu nehmenden Ergänzung. Mehr Beispielfotos, die mit dem neuen iPhone entstanden sind liefert der Fotograf Austin Mann aus Sansibar auf Flickr.

Apple ist eine Billion Dollar wert

Das Unternehmen aus Cupertino konnte Gewinn sowie Umsatz steigern. (Video: Tamedia/AFP)

iPhone XS Max: Kurzer Videotest

Das iPhone XS und das XS Max: Stereo-Audio und schlauer HDR-Modus auch bei Videoaufnahmen.

Kurzer Videotest. (Video: 20M)

Der Akku in den iPhones

Wie gross der Akku in den neuen iPhones ist, weiss man erst, wenn erste Geräte aufgeschraubt werden. Apple selbst schweigt zu exakten Angaben in Milliamperestunden. Der Akku beim XS hält laut dem Hersteller aber 30 Minuten länger als beim Vorgänger. Beim XS Max sollen es bis zu 1,5 Stunden sein.

Knapp drei Tage konnte 20 Minuten die beiden neuen iPhone-Modelle testen. Zu wenig Zeit, um ein Alltagsfazit zur Batterie zu ziehen. Darum soll ein Youtube-Test Hinweise liefern: Ein voll geladenes XS Max hat bei maximaler Bildschirmhelligkeit nach drei Stunden «Nyan Cat» im Flugmodus via Wifi ohne Ton noch 80 Prozent Akku. Das Note 9 mit leicht kleinerem OLED-Screen und 4000-mAh-Akku zeigt bei dem Test unter den identischen Bedingungen nach drei Stunden ebenfalls 80 Prozent an. Ein Hinweis darauf, das Apple beim Akku offenbar nicht knausrig war. Zu bedenken gilt es, dass stundenlanges Anschauen von «Nyan Cat»-Clips natürlich bei den wenigsten zum Alltag gehört.

Fazit zu den XS-Modellen

Für Besitzer eines iPhone X gibt es wenig Gründe für ein Update. Die Modelle XS und XS Max sind in der Kategorie «konsequente Produktepflege» einzuordnen. Einen «Wow»-Effekt wie letztes Jahr mit dem neuen X-Design und FaceID liefert Apple nicht – ausser beim Preis. So kostet das Modell XS Max mit 512 GB Speicherplatz 1739 Franken. So viel Platz werden aber wohl die wenigsten Nutzer benötigen. Das Standardmodell XS mit 64 GB Speicher ist gleich teuer wie letztes Jahr das X, bietet aber einen schnelleren Prozessor und die verbesserte Kamera.

Spannend dürften die aktuellen iPhones für Fans sein, die länger schon kein Hardware-Update gemacht haben. Die Nutzer der ehemaligen Plus-Serie werden sich mit dem XS Max wohlfühlen. Aber Obacht: Das XL-Gerät kann anders als das kleine XS nicht mit nur einer Hand bedient werden.

Wer 1200 Franken zu teuer findet, bei Apple bleiben möchte und sich bis Ende Oktober gedulden kann, sollte sich das iPhone XR etwas genauer anschauen. Unter den neuen Modellen ist es das günstigste. Zu einem Preis ab 879 Franken kann man es natürlich trotzdem nicht günstig nennen. Dafür müssen Käufer bei der Ausstattung nur wenig Abstriche machen: Etwa beim Bildschirm oder der Kamera. In vielen Punkten ist es den teureren Brüdern ebenbürtig oder gar überlegen. So hält etwa der Akku beim XR laut Apple am längsten.

Apple bringt Farbe in die iPhone-Welt

20 Minuten hat in Cupertino die neusten Geräte des Herstellers kurz ausprobiert. Die Eckdaten zu den neuen iPhones im Video.

Eckdaten zu den neuen iPhones im Video. (Video: 20M)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.