Gerätetest: Lohnt sich der Umstieg auf die neuen iPads?
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GerätetestLohnt sich der Umstieg auf die neuen iPads?

Schneller, dünner und leichter: Das ist das iPad Air 2. Das iPad mini nimmt nun den Fingerabdruck und ist golden. Reicht das aus, um Nutzer zum Umsteigen zu bewegen?

von
tob

Zuerst zum iPad Air 2: Hier steckt die grösste Neuerung unter der Haube. Verbaut wurde ein A8X-Chip, eine Weiterentwicklung des A8-Prozessors, der in den neuen iPhones seinen Dienst versieht. Dies macht das Tablet zu einem regelrechten Überflieger. Die Messungen mit diversen Benchmark-Tests (siehe Bildstrecke) bescheinigen, dass das iPad Air 2 ein Kraftprotz ist. Bei Geekbench 3 erreichte das Tablet im Multi-Core-Test einen Wert von 4418. Bei 3DMark schnitt das Tablet als «eines der leistungsstärkten Geräte auf dem Markt» ab. Wer bei den obigen Werten nur Bahnhof verstellt: Das iPad Air 2 ist flotter als jedes andere iOS- oder Android-Gerät, das mit Geekbench getestet wurde.

Im täglichen Gebrauch fällt die Power allerdings wenig auf: E-Mails schreiben oder Apps öffnen funktioniert genauso flüssig wie beim Vorgänger. Bemerkbar macht sich die zusätzliche Rechenleistung bei aktuellen Games. So lädt zum Beispiel das Rennspiel «Asphalt 8» klar schneller als auf dem Vorgänger. Spannend wird es, wenn weitere Entwickler die Rechenleistung des neuen Chips ausschöpfen.

Das Display ist ein Hingucker

Beim ersten iPad Air bestand das Display aus drei verschiedenen Schichten. Dem LC-Display, dem Touch-Sensor und einem Glas. Mit dem iPad Air 2 hat Apple die drei Schichten vereint. Dadurch sind die Lücken zwischen den Schichten verschwunden, weshalb das Tablet auch dünner gebaut werden konnte (6,1 mm). Auch rückt das Bild dadurch näher an die Oberfläche, was die Anzeige knackiger erscheinen lässt. Durch die neue Bauweise soll laut Apple das Display auch nur noch halb so stark reflektieren. Bei ausgeschaltetem, schwarzen Display ist dies am deutlichsten zu erkennen. Zwar sind Reflektionen immer noch zu erkennen, sie sind jedoch deutlich dunkler als auf dem Vorgänger. An der Auflösung von 2048 x 1536 Pixeln wurde nichts geändert.

Mehr Megapixel, weniger Knöpfe

Mit dem Update wurde auch die Kamera im Air verbessert. Neu hat der Knipser auf der Rückseite acht statt bisher fünf Megapixel. Ein kurzer Test zeigt: Die Qualität der Fotos liegt nun irgendwo zwischen der des iPhone 5 und des iPhone 5S. Am meisten vermisst haben wir beim Air den Knopf, der beim Vorgänger rechts oben angebracht war. Damit konnte man die Bildschirmausrichtung des Tablets arretieren oder den Ton stumm schalten. Einen Grund für das Weglassen nennt Apple nicht. Die beiden Funktionen werden nun über das Kontrollzentrum softwaremässig abgewickelt.

Ein Update auf das iPad Air 2 könnte sich vor allem für Besitzer von älteren iPads lohnen. Im Vergleich etwa zu dem iPad 2 oder dem iPad 3 bedeutet die Aktualisierung einen Quantensprung.

Das iPad mini wird golden

Wenig gemacht hat Apple am Nachfolger des iPad mini 2. Das Mini-Tablet mit der Nummer 3 unterscheidet sich lediglich durch eine weitere Farboption (Gold), dem neu vorhandenen Fingerabdrucksensor Touch ID und einer Option auf 128 GB Speicherplatz. Die inneren Werte sind sonst identisch mit dem letztjährigen Modell. Das Fazit zum iPad mini 3 fällt deshalb entsprechend kurz aus: Wer auf das goldige Chassis und den Komfort von Touch ID verzichtet und stattdessen das iPad mini 2 wählt, spart 100 Franken.

Sowieso lohnt sich ein Blick auf die derzeit wohl grösste iPad-Auswahl im Apple Store. Denn mit dem Update auf die neuen Modelle hat Apple auch an den Preisen der Vorgängermodelle geschraubt. Ein iPad Air gibt es neu ab 439 Franken. Ein iPad mini 2 ab 329 Franken und die erste Mini-Version (ohne Retina-Display) ab 279 Franken.

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