Lokführer drohen mit Streik
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Lokführer drohen mit Streik

Nach den Postangestellten drohen nun auch die Lokführer mit einem Streik. Wenn zwischen der SBB und den 25 000 SBB-Angestellen bis Ende Jahr kein neuer GAV zu Stande kommt, sollen nach Meinung der Loführer Kampfmassnahmen ergriffen werden.

Dies beschlossen rund 200 im Lokpersonalverband des Schweizerischen Eisenbahn- und Verkehrspersonal-Verbandes LPV-SEV organisierte Lokführer- und führerinnen am Samstag in Olten. Die Lokführer können allerdings nicht selber über Kampfmassnahmen entscheiden, sondern müssen dem SEV entsprechende Anträge stellen.

Die Lokführer verlangten deshalb am Samstag vom SEV, dass er die Vorbereitung von koordinierten Kampfmassnahmen ab dem 1. Januar für alle Berufsgattungen der SBB an die Hand nimmt. Zudem forderten die Lokführer, dass die SEV-Geschäftsleitung eine Urabstimmung vorbereitet. Eine solche ist nötig für Streiks, die länger als eine Stunde dauern.

Verhandlungen über einen neuen Gesamtarbeitsvertrag seien zwar derzeit im Gange, doch diese kämen nur schleppend voran, teilte der SEV am Samstag mit. Der vertragslose Zustand rücke immer näher, zumal die SBB den GAV auf Ende Jahr gekündigt hätten.

Der SEV ist zusammen mit der Gewerkschaft Transfair, dem Kaderverband des öffentlichen Verkehrs (KVÖV) und Verband Schweizer Lokomotivführer und Anwärter (VSLF) einer der Verhandlungspartner der SBB bei den GAV-Verhandlungen. Die vier Verbände vertreten rund 80 Prozent der SBB-Angestellen. (sda)

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