Lombardi-Prozess verschoben
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Lombardi-Prozess verschoben

Der ursprünglich für den 9. und 10. Januar geplante Prozess gegen den Tessiner CVP-Ständerat Filippo Lombardi wegen Verkehrsdelikten ist verschoben worden. Er soll nun am 3. und 4. April stattfinden.

Das Gericht genehmigte einen entsprechenden Antrag von Lombardis Verteidiger Luigi Mattei. Auch Staatsanwältin Maria Galliani war mit der Verschiebung des Prozesses einverstanden, wie das Gericht am Freitag bekannt gab.

Grund für die Verschiebung ist ein anderer Prozess vor einem Geschworenengericht in Lugano, der am 23. Januar beginnt und bei dem sich sowohl der Verteidiger wie auch die Staatsanwältin ebenfalls gegenüber stehen. Dieser Prozess soll rund zehn Tage dauern.

Lombardi, Chef des Privatsenders TeleTicino, war im Herbst im zweiten Wahlgang in seinem Amt als Tessiner Ständerat bestätigt worden. Falls er zu einer unbedingten Gefängnisstrafe verurteilt wird, soll er gemäss Absprache mit seiner Partei von diesem Amt zurücktreten.

Gegenstand des Prozesses ist ein Unfall Lombardis vom 7. April 2005 auf der Autobahn A3 bei Horgen. Laut der gerichtsmedizinischen Untersuchung hatte Lombardi einen Blutalkoholwert von mindestens 0,6 Promille. Überdies soll er stark übermüdet gewesen sein.

Dies hatte die Staatsanwältin veranlasst, den im Oktober 2001 vom Untersuchungsrichteramt Bern-Mittelland erlassenen bedingten Vollzug einer 15-tägigen Gefängnisstrafe in einen unbedingten Vollzug umzuwandeln. Für Lombardi war jedoch nicht ein Schlafanfall der Grund für den Unfall, sondern eine kurze Herzsynkope. (sda)

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