London: Einreiseverbot für Hassprediger Bakri

Aktualisiert

London: Einreiseverbot für Hassprediger Bakri

Die britischen Behörden haben dem umstrittenen islamistischen Prediger Omar Bakri Mohammed Einreiseverbot erteilt. Bakri war am Wochenende in seine Heimat Libanon geflogen, offiziell, um seine kranke Mutter zu besuchen.

Innenminister Charles Clarke habe Bakri die Wiedereinreise verboten, da seine «Anwesenheit dem öffentlichen Interesse widerspricht», sagte eine Ministeriumssprecherin am Freitag in London.

Der Gründer der inzwischen verbotenen Organisation El-Muhajiroun sorgte für Schlagzeilen, als er nach den Terroranschlägen in London betonte, sollte er von moslemischen Anschlagsplänen gegen britische Züge erfahren, würde er die Polizei nicht informieren. Laut Medienberichten drohte Bakri eine Anklage wegen «Verrats».

Bakri war am Donnerstag in Beirut festgenommen worden. Die libanesischen Behörden machten über die Gründe der Festnahme bislang offiziell keine Angaben. Laut Sicherheitskreisen sollte er zu den Hintergründen seines Aufenthalts befragt werden. Er kann dort bis zu 72 Stunden ohne Anklage festgehalten werden.

(sda)

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