Aktualisiert 22.12.2003 11:01

London erstaunt über Jacksons Reiseerlaubnis

Der britische Vize-Regierungschef John Prescott hat mit Befremden auf die Reiseerlaubnis für den des Kindesmissbrauchs verdächtigten Popstar Michael Jackson reagiert.

Er sei überrascht, «dass jemand in den USA die Erlaubnis erhält, die Bedingungen der Freilassung auf Kaution so zu umgehen, um eine CD im Ausland zu vermarkten», sagte Prescott der BBC. «Ich frage mich, ob die Dinge ebenso gelaufen wären, wenn jemand seine Mutter hätte besuchen wollen.»

Er betonte jedoch, die britische Regierung habe keinen Grund, sich gegen die Reise Jacksons nach Grossbritannien zu stellen. Es gelte die Unschuldsvermutung.

Dem 45-jährigen Musiker wird sexueller Missbrauch an einem zwölfjährigen Jungen in sieben Fällen im Zeitraum zwischen Februar und März 2003 vorgeworfen. Jackson drohen bis zu 24 Jahre Haft. Der Anwalt des Popstars wies die Vorwürfe als «völlig unbegründet» zurück.

(sda)

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