Aktualisiert 11.11.2004 23:57

London: Scanner macht mit Passagieren Striptease

Ein neues Röntgengerät auf dem Londoner Flughafen Heathrow schaut den Passagieren auch unter die Wäsche. «Purer Voyeurismus», ärgern sich Bürgerrechtler.

Mit dem neuen Scanner,

der während vier Monaten getestet werden soll, können die Sicherheitsbeamten am Flughafen Heathrow die Menschen auf Knopfdruck «ausziehen». Die Maschine benutzt eine niedrig dosierte Röntgenstrahlung und erstellt durch die Kleidung hindurch ein detailliertes Schwarz-Weiss-Bild der Person. Der Scanner kann so feste, unter der Kleidung versteckte Gegenstände aufspüren. Zufällig ausgewählte Passagiere werden gefragt, ob sie sich freiwillig scannen lassen möchten. «Es stört mich nicht, wenn die Bilder etwas persönlicher sind, solange ich sicher bin beim Fliegen», so eine gescannte Frau. Ein Sprecher der Flughafenverwaltung sagt, 98 Prozent der Kontrollierten würden sich positiv äussern.

Nicht so die Bürgerrechts-gruppe Liberty: «Das ist ein offensichtliches Eindringen in die Intimsphäre. Der Scanner ist ein Freibrief für Voyeure.» Die Flughafenverwaltung verteidigt den Einsatz. Und schliesslich würden Männer nur von Männern und Frauen nur von Frauen gescannt.

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