Aktualisiert 08.09.2009 22:32

Afghanistan-LufteinsatzLondon und Paris machen Druck auf Berlin

Die Aussenminister aus Frankreich und Grossbritannien haben sich besorgt über den von der Bundeswehr angeordneten NATO-Luftangriff in Afghanistan geäussert, bei dem auch Zivilisten getötet worden sein sollen.

Der britische Aussenminister David Miliband und sein französischer Kollege Bernard Kouchner sprachen sich bei einem Treffen in Paris für umfassende Ermittlungen aus.

Miliband sagte, es sei lebenswichtig, dass alles getan werde, um die Opfer unter der Zivilbevölkerung möglichst gering zu halten. Zivile Opfer seien das Gegenteil von dem, «weshalb wir dort sind». Kouchner sagte: «Wir brauchen eine Ermittlung.» Der Angriff habe «der Zivilbevölkerung grossen Schaden» zugefügt.

Vier Tage nach der umstrittenen Militäraktion hatte die von der NATO geführte internationale Afghanistan-Schutztruppe ISAF am Dienstag erstmals eingeräumt, dass es dabei zivile Opfer gab. (dapd)

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