London zahlt wieder an Sinn Fein
Aktualisiert

London zahlt wieder an Sinn Fein

Das britische Unterhaus hat beschlossen, die vor elf Monaten eingestellten Zahlungen an die Abgeordneten der Partei Sinn Fein wieder aufzunehmen.

Die Partei steht der Irisch-Republikanischen Armee (IRA) nahe. Die Einstellung erfolgte nach einem Millionen-Bankraub in Belfast, der der IRA zugeschrieben wurde. Die fünf Sinn-Fein-Abgeordneten erhalten jährlich 500.000 Pfund (750.000 Euro) Spesengeld, weigern sich aber, ihre Sitze einzunehmen, weil dies einen Treueeid auf Königin Elizabeth II. voraussetzt.

Darüber hinaus erhält die Sinn Fein eine neue Zuwendung in Höhe von jährlich bis zu 86.000 Pfund für parlamentarische Forschungsaufgaben. Als Zeichen des guten Willens wird die Zahlung rückwirkend zum März 2005 wieder aufgenommen, womit die Abgeordneten das seither nicht gezahlte Geld erstattet bekommen. Auf Kritik von Abgeordneten aus Nordirland sagte Premierminister Tony Blair, Sinn Fein verdiene es, für ihre jüngsten Friedensschritte belohnt zu werden. (dapd)

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