Biotechnologie – Lonza braucht mehr Personal für Impfstoff-Produktion

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Nach Moderna-RüffelNestlé-Mitarbeiter sollen bei Lonza für Impfstoff-Produktion einspringen

Weil es Lonza an qualifiziertem Personal für die Impfstoffproduktion mangelt, kontaktiert der Pharmakonzern andere grosse Firmen in der Schweiz. Dem Bund kommt dabei eine tragende Rolle zu.

von
Reto Heimann
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Hier fehlen an die 100 Mitarbeiter für die Impfstoff-Produktion: Lonza-Werke in Visp VS.

Hier fehlen an die 100 Mitarbeiter für die Impfstoff-Produktion: Lonza-Werke in Visp VS.

20min/Matthias Spicher
Nun hat die Lonza Mitarbeiter von Nestlé kontaktiert.

Nun hat die Lonza Mitarbeiter von Nestlé kontaktiert.

AFP
«Wir können das nicht kommentieren», sagt die Lonza.

«Wir können das nicht kommentieren», sagt die Lonza.

20min/Matthias Spicher

Darum gehts

  • Der Lonza fehlen an die 100 Personen, um in Visp VS die gewünschten Mengen Moderna-Impfstoff herzustellen.

  • Der Bund hat nun für Lonza die grössten Unternehmen der Schweiz für dreimonatige Einsätze bei der Lonza kontaktiert.

  • Nestlé hat diesen Aufruf an seine Mitarbeitenden weitergeleitet.

Lonza fehlt es an qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, um den Impfstoff in grossen Mengen herzustellen. Der Chef des Impfstoffherstellers Moderna, in dessen Auftrag Lonza den Impfstoff in Visp VS herstellt, machte vergangene Woche Lonza für die Lieferengpässe verantwortlich.

Nun handelt Lonza. So versucht das Unternehmen mittlerweile aktiv, Fachkräfte von Grosskonzernen für die Impfstoffproduktion zu gewinnen. Vergangene Woche verschickte der Bund im Auftrag von Lonza einen Aufruf an die grössten Firmen der Schweiz, wie RTS berichtet. Darin wirbt der Bund für befristete Stellen bei der Lonza in Visp.

«Nice opportunity»

Konkret sucht die Lonza Personal für einen dreimonatigen Einsatz, wobei die ersten zwei Wochen für interne Schulungen reserviert sind. Auch Sprachanforderungen stellt die Lonza: Interessierte müssen Englisch oder Deutsch sprechen. Das Job-Angebot, das Lonza als «nice opportunity» beschreibt, gilt quasi ab sofort: Arbeitsantritt ist der 1. Mai.

Nestlé hat den Aufruf des Bundes an seine Mitarbeitenden des Forschungszentrums weitergeleitet. Auf Anfrage von RTS bleibt Nestlé vage, sagt aber, dass das Unternehmen willens sei, eine aktive Rolle in den Impfbemühungen weltweit zu spielen. Ebenso vorsichtig klingt es bei Lonza: «Wir können das im Moment nicht kommentieren», so ein Pressesprecher.

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