22.11.2020 13:08

«Ich will herausfinden, wie Aktivismus geht»Lorde spricht über ihre Social-Media-Abstinenz

Mit Ausnahme von ein paar vereinzelten Beiträgen hat sich Lorde seit 2018 von den sozialen Medien zurückgezogen. Nun spricht die Musikerin über ihre Beweggründe.

von
Pascal Kobluk
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Die Sängerin Lorde hat zum ersten Mal über ihre Zurückhaltung auf den sozialen Netzwerken gesprochen. Mit dem «Interview»-Magazin thematisierte sie ihre Beweggründe.

Die Sängerin Lorde hat zum ersten Mal über ihre Zurückhaltung auf den sozialen Netzwerken gesprochen. Mit dem «Interview»-Magazin thematisierte sie ihre Beweggründe.

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Sie nannte einerseits den Klimawandel, aber auch Polizeibrutalität und systematischer Rassismus als Grund. Die Zeit will sie lieber nutzen, um sich mit diesen Themen auseinanderzusetzen. 

Sie nannte einerseits den Klimawandel, aber auch Polizeibrutalität und systematischer Rassismus als Grund. Die Zeit will sie lieber nutzen, um sich mit diesen Themen auseinanderzusetzen.

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Nach dem Tod von George Floyd im Mai wollte die 24-Jährige lernen, wie Aktivismus wirklich funktioniert. Sie will herausfinden, wie sie erfolgreich gegen Ungerechtigkeit ankämpfen kann.

Nach dem Tod von George Floyd im Mai wollte die 24-Jährige lernen, wie Aktivismus wirklich funktioniert. Sie will herausfinden, wie sie erfolgreich gegen Ungerechtigkeit ankämpfen kann.

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Darum gehts

  • Um Lorde ist es seit 2018 in den sozialen Medien sehr ruhig geworden.

  • Nun hat sie in einem Interview erklärt, warum sie nichts postet.

  • Unteranderem sind systematischer Rassismus und Polizeibrutalität Gründe für ihre Social-Media-Abstinenz.

Die Sängerin Lorde hat sich seit 2018 auf den sozialen Medien sehr bedeckt gehalten. Nun hat die 24-Jährige in einem Gespräch mit dem «Interview»-Magazin ihre Beweggründe erklärt. Die «Royals»-Sängerin entschloss sich, eine Auszeit von Twitter und Instagram zu nehmen, um sich mit Themen wie dem Klimawandel, Rassismus und Polizeibrutalität auseinanderzusetzen.

«Abgesehen davon, dass ich das Gefühl hatte, meinen freien Willen zu verlieren: Es beschäftigen mich auch die aktuellen Umstände unseres Planeten, der systematische Rassismus und die Polizeibrutalität in diesem Land», so Lorde gegenüber dem Magazin.

Die Sängerin, die mit richtigem Namen Ella Marija Lani Yelich-O'Connor heisst, wollte nach dem Tod von George Floyd lernen, wie man Aktivismus richtig und erfolgreich praktiziert. «Lassen sie mich klarstellen – diese anhaltende systematische Brutalität der Polizei ist rassistisch, sie ist widerlich und nicht überraschend», gab sie als Grund an, sich mit Aktivismus auseinanderzusetzen.

Seltene Ausnahmen

Nur wenige Male hat Lorde in den letzten zwei Jahren Beiträge auf Instagram geteilt. Zwei der seltenen Ausnahmen sind jedoch in den letzten Monaten eingetreten: Im Oktober rief die Neuseeländerin die Bürger ihres Heimatlandes auf, sich an den Wahlen zu beteiligen. «Tut es für unser schönes Land und nächstes Jahr gebe ich euch dafür etwas zurück», schrieb sie.

Auch im Mai diesen Jahres liess sie von sich hören und diskutierte mit ihren Fans über neue Musik. Lordes letzte Veröffentlichung ist das Hit-Album «Melodrama» vom Jahr 2017.

Aktuell beinhaltet ihr Instagram-Account aber nur drei Beiträge – ein Bild mit den Worten «Vertrau mir» vom Dezember 2016, ein Bild einer Menschenmenge mit 3D-Brillen vom Januar 2017 und ein drittes Bild von ihr auf der Bühne vom April 2018.

Das angekündete Album

Die 24-Jährige musste bereits im November 2019 ankünden, dass sich ihr drittes Album verzögern wird. Der Tod ihres Hundes versetzte sie in einen tiefen Trauerzustand und machte das Arbeiten am Album unmöglich. Doch im Dezember war sie schon wieder mit ihrem Produzenten im Studio und begann den Verlust mithilfe von der Musik zu verarbeiten.

«Ich will nichts mehr, als euch mit Leckereien zu füttern und perfekte Häppchen direkt in eure kleinen Münder zu stopfen», sagte sie zur Verzögerung. «Aber ich habe gelernt, mir für etwas Hochwertiges genügend Zeit zu lassen.»

Trauerst du oder jemand, den du kennst?

Hier findest du Hilfe:

Seelsorge.net, Angebot der reformierten und katholischen Kirche

Muslimische Seelsorge, Tel. 043 205 21 29

Lifewith.ch, für betroffene Geschwister

Verein Regenbogen, Hilfe für trauernde Familien

Pro Juventute, Tel. 147

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1 Kommentar
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Ichweisseswirdnichtgeteilt

23.11.2020, 06:32

Wichtig wäre es alle SozMed abzustellen. Woher kommt diese Faszination für ein Gratis-Dienst gleich das ganze Leben zu verkaufen? Wird in den AGBs nicht erklärt dass wenn ein Produkt gratis ist, seid ihr das Produkt welches verkauft wird. Moment, doch steht tatsächlich in den AGBs. hmmm