Bern: Lorrainequartier sagt den Krähen den Kampf an
Aktualisiert

BernLorrainequartier sagt den Krähen den Kampf an

Das Berner Lorrainequartier hat
die Schnauze voll von verschmutzten Autos und Strassen: Jetzt soll den Saatkrähen der Garaus gemacht werden.

von
Bigna Silberschmidt

Die Berner Saatkrähen kennen keine Scham: «Sogar Bratwürste klauen sie unseren Anwohnern vom Grill», sagt Patrick von Burg, Präsident des Leists Lorraine-Breitenrain. Die Quartierbewohner werden schon lange von den schwarzgefiederten Aasfressern geplagt – durch lautes Gekrächze und durch mit Kot verunreinigte Autos und Strassen.

Den Vögeln den Garaus machen dürfte für die Stadt aber schwierig werden: «Im Gegensatz zur Rabenkrähe, die zum Abschuss freigegeben ist, ist die Saatkrähe gesamtschweizerisch geschützt. Man darf sie aber stören», weiss Matthias Kestenholz, Vogelspezialist der Vogelwarte Sempach. Methoden, um die Vögel zu vertreiben, gebe es viele: Die Bäume nachts mit Laserstrahlen beleuchten, Äste mit abschreckenden Vogelleichen-Attrappen aus schwarzen Tüchern behängen oder häufiges Baumschneiden. Letztere Variante soll demnächst im Lorrainequartier zum Zuge kommen.

Dennoch lässt Kestenholz den Anwohnern nicht viel Hoffnung: «Krähen sind sehr intelligente Vögel und können sich schnell an veränderte Lebensumstände gewöhnen.»

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