Lotsenstreik sorgt für Wartezeiten
Aktualisiert

Lotsenstreik sorgt für Wartezeiten

Ein Fluglotsenstreik hat am Dienstag den Betrieb auf beiden Pariser Grossflughäfen behindert.

In Orly wurden am zweiten Tag in Folge 60 Prozent der Starts und Landungen abgesagt, auf dem Flughafen Charles-de-Gaulle/Roissy mussten Reisende auf den Verbindungen nach Ost- und Nordeuropa zum Teil mehrstündige Verspätungen in Kauf nehmen.

Die zivile Luftfahrtbehörde DGAC teilte weiter mit, am grössten Pariser Flughafen habe es aber zunächst keine Flugausfälle gegeben. Zwei Gewerkschaften protestieren gegen die geplante Konzentration der Luftraumkontrolle für den Grossraum Paris in einer Leitstelle. In Orly wollten die zwölf Lotsen ihren Ausstand noch bis Freitag fortsetzen, ihre Kollegen im nahen Kontrollzentrum Athis-Mons bis zum (morgigen) Mittwoch. Von den rund 400 Beschäftigten dort streikten laut DGAC rund 45 Prozent.

Der französische Arbeitgeberpräsident Ernest-Antoine Seillière nannte den Arbeitskampf einen Skandal: «Zwölf Beamte, die nicht mit den Umständen zufrieden sind, unter denen ihr Arbeitsplatz verlegt wird, blockieren den Zugang zu allen Flugzeugen in unserem Land», empörte sich der MEDEF-Präsident. (dapd)

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