26.07.2020 10:42

SwisslosLotterie-Chefs verdienen in der Westschweiz doppelt so viel

Lohnungleichheit im Lotteriegeschäft: Die Vergütung für Verwaltungsräte ist bei Loterie Romande doppelt so hoch wie beim Deutschschweizer Pendant Swisslos.

von
Raphael Knecht
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Bei den Schweizer Lotterie-Gesellschaften gibt es grosse Lohnunterschiede.

Bei den Schweizer Lotterie-Gesellschaften gibt es grosse Lohnunterschiede.

Swisslos
Das Management von Swisslos erhält pro Jahr 16’000 Franken.

Das Management von Swisslos erhält pro Jahr 16’000 Franken.

KEYSTONE
Bei der Loterie Romande ist es mit 33’000 Franken mehr als doppelt so viel.

Bei der Loterie Romande ist es mit 33’000 Franken mehr als doppelt so viel.

Loterie Romande

Darum gehts

  • Das Management von Loterie Romande bekommt 33’000 Franken pro Jahr.
  • Bei Swisslos sind es 16’000 Franken.
  • Das soll daran liegen, dass die Westschweizer zusätzliche Aufgaben haben.

Die Verwaltungsräte der Loterie Romande verdienen laut Informationen der Westschweizer Sonntagszeitung «Le Matin Dimanche» mehr als doppelt soviel wie ihre deutschsprachigen Kollegen bei Swisslos. Die Freiburger Nationalrätin Christine Bulliard-Marbach (CVP) hat angegeben, dass sie pro Jahr für die Verwaltungsratssitzungen der Loterie Romande mit 33'000 Franken entschädigt wird.

Glücksspiel in der Schweiz

337 Franken pro Person

In der Schweiz gibt es zwei grosse Lotterie-Gesellschaften, die sich im Besitz der Kantone befinden. In der Deutschschweiz und im Tessin ist Swisslos tätig. Diese Gesellschaft deckt auch das Fürstentum Liechtenstein ab. Unabhängig davon bietet die Loterie Romande in der Westschweiz Lotto- und Wettgeschäfte an. Zusammen erwirtschafteten die beiden Gesellschaften im Jahr 2018 einen Umsatz von 2,87 Milliarden Franken. Umgerechnet auf die Wohnbevölkerung entspricht das einem durchschnittlichen Spieleinsatz von 337 Franken pro Person.

Bei Swisslos sind es 16'000 Franken pro Mitglied – der Präsident Josef Dittli erhält 55'000 Franken als Entschädigung. Die Gesamtvergütung für den Verwaltungsrat von Swisslos betrug 2019 total 150'725 Franken. Die Loterie Romande gibt offiziell keine Auskunft über die Vergütung einzelner Verwaltungsräte – die gesamten 258 Mitarbeiter hätten 2019 rund 30 Millionen Franken Lohn bekommen.

Die Loterie Romande rechtfertigt die Differenz bei den Löhnen mit diversen Aufgaben, die Swisslos im Gegensatz zum Westschweizer Pendant nicht habe. Pro Jahr hält die Loterie Romande zwölf Sitzungen ab. Bei Swisslos sind es sechs bis acht.

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18 Kommentare
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Peter

27.07.2020, 23:45

Man Rechne 30‘000‘000 Fr. : 258 Personen Ergibt 116‘279.- Durchschnittlichen Lohn Darum sind die Gewinne so klein

TimberSycamore

27.07.2020, 17:21

Ich finds fair :). Schliesslich gewinnen die Westschweizer auch doppelt so häufig 😝

Daniel Bü.

27.07.2020, 11:11

Das alles haben wir dem tollen System von 26 Kantonen zu verdanken. Jeder macht es anders. Nur nicht's Einheitliches was in der so riesigen Schweiz gilt. Das der Schweizer Staat an jedem Franken der ein Bürger gewinnt auch noch verdienen will, ist auch klar. Geld ist in der Schweiz das Heiligste was es gibt. Den Bürger aussaugen um den exorbitanten Grössenwahn einiger Beamter und Politiker zu finanzieren, ist für die Schweiz auch normal. Geschieht doch alles unter Deckmantel des Föderalismus. Ein Tip bei Euromillions kostet in der EU 2 € in der Schweiz CHF 3.- Das zeigt auch, dass der Kanton hier den Bürger nur abzockt. Und das auch noch legal. Würde in der Privatwirtschaft sowas gemacht, käme die gleich Organisation mit Drohungen wie Busse oder sogar Gefängnis wegen Betrug. Der Kapitalisten Staat Schweiz lässt Grüssen