Aktualisiert 27.08.2012 11:10

TrainerkarriereLudovic Magnin beendet Karriere

Ludovic Magnin ist am Ende seiner Fussballkarriere angelangt. Eigentlich wollte der Aussenverteidiger noch ein Jahr spielen, doch nun wird er Trainer beim FCZ-Nachwuchs.

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fcz/als/ivb

Ludovic Magnin hat beschlossen, seine aktive Karriere als Profifussballer per sofort zu beenden. Dies hat der FCZ mitgeteilt. Er wird neu eine Stelle als Assistenztrainer im Nachwuchsbereich des Zürcher Stadtklubs übernehmen. Sobald es seine Rückenprobleme erlauben, wird er ausserdem das Training in der U21 aufnehmen. Sein Ziel ist es, im Cupspiel gegen Echallens, dem Heimclub von Magnin, noch einmal im Kader des Fanionteams zu stehen.

Der Westschweizer im Dienste der Zürcher sagt, dass er eigentlich erst nach der Saison 2012/2013 zurücktreten wollte. Doch sein Körper lässt dies nicht zu. «Leider musste ich feststellen, dass 15 Jahre Profifussball in körperlicher Hinsicht ihre Spuren hinterlassen haben. Ich habe eingesehen, dass ich die hohen Ansprüche an mich selbst nicht mehr erfüllen kann. Deshalb habe ich mich mit einem weinenden Auge entschieden, meine Karriere als Profifussballer zu beenden.»

Karrierenende zuhause bei Freunden

Seine Karriere wird er bei sich zuhause beenden. Im Schweizer Cup wurde dem FCZ nämlich Echallens als Gegner zugelost. Echallens ist der Klub, bei dem der Westschweizer das Fussballspielen gelernt hat. «Mein beruflicher Kreis als Profifussballer schliesst sich ausgerechnet bei mir zuhause, wo ich alle meine Freunde habe, wo ich aufgewachsen bin, wo ich meine erste Schritte als Fussballer machen durfte.»

Nachdem der Entscheid gefallen ist, freut sich Magnin auf die Zukunft. «Ich freue mich, dass ich beim FC Zürich die Gelegenheit erhalte, meine hoffentlich zweite Karriere als Fussballtrainer beginnen zu können. Und wer weiss, vielleicht darf ich irgendwann in ferner Zukunft dem FCZ als Trainer weiterhelfen.»

Erfolge in der Bundesliga

Magnin gehört zu den erfolgreichsten Schweizer Fussballspielern: Als er 1997 bei Yverdon in der zweithöchsten Spielklasse zum Stammspieler wurde, stieg der Klub bald auf. Nur ein Jahr später war der Verein in der Super League anzutreffen. Aufgrund seiner starken Leistungen weckte er das Interesse des FC Lugano. Mit Lugano spielte er eineinhalb Spielzeiten in der obersten Spielklasse, dabei absolvierte er 46 Spiele und schoss ein Tor.

Im Winter 2001/02 wechselte er in die Deutsche Bundesliga zu Werder Bremen, wo er unter anderem Deutscher Meister und Pokalsieger wurde. Auf die Saison 2005/2006 wechselte Magnin zum VfB Stuttgart. Mit den Schwaben wurde er 2007 als Stammspieler erneut Deutscher Meister. Im Januar 2010 wechselte Magnin zum FC Zürich. Er absolvierte insgesamt 63 Pflichtspiele für den FCZ und erzielte ein Tor.

Auch in der Nationalmannschaft leistete er immer wieder wertvolle Einsätze. Sein Debüt gab er im August 2000. Im Sommer 2004 stand er im Schweizer Team, welches die Europameisterschaft in Portugal bestritt. Bei der Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland war er als Stammspieler ebenso im Kader der Schweiz wie auch bei der Heim-EM 2008. Nach der WM 2010 in Südafrika beendete Magnin seine Nationalmannschaftskarriere. Er absolviere insgesamt 62 Länderspiele und erzielte drei Treffer für die Schweiz.

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