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Prinzessin MadeleineLügen haben teure Folgen

Ein deutscher Zeitschriftenverlag muss knapp 613 000 Franken an die schwedische Prinzessin Madeleine zahlen, weil in seinen Zeitschriften fortgesetzt erfundene Geschichten über sie standen.

Nach Angaben von Madeleines Hamburger Anwalt Matthias Prinz verhängte das Hamburger Oberlandesgericht damit die höchste Summe, die bisher in Deutschland einem Opfer falscher Medienberichte zugesprochen wurde.

Betroffen ist seinen Angaben zufolge der Sonnen-Verlag in Baden-Baden und dessen Blätter «Frau mit Herz» und «Welt der Frau». «In den Blättern eine Vielzahl von unwahren Artikeln über meine Mandantin erschienen», sagte Prinz am Freitag. So sei fälschlich über Hochzeitspläne, Verlobungen oder Schwangerschaften von Madeleine berichtet worden.

Das Hamburger Landgericht hatte den Verlag bereits im Dezember 2007 zu 300.000 Euro Entschädigung verurteilt. Nachdem beide Parteien das Urteil angefochten hatten, erhöhte das Oberlandesgericht in einer Entscheidung vom Donnerstag die Summe auf 400.000 Euro (knapp 613 000 Franken). (dapd)

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