Zu grosse Schmerzen: Lüthi verzichtet nach Training auf Rennstart

Aktualisiert

Zu grosse SchmerzenLüthi verzichtet nach Training auf Rennstart

64 Tage nach seinem Test-Unfall in Valencia gab Tom Lüthi beim freien Training zum GP in Austin sein Comeback. Doch der Suter-Pilot ist noch nicht fit für ein Rennen und verzichtet am Sonntag auf einen Start.

von
fox

Lüthi, der am 14. Februar in Valencia von Ratthapark Wilairot abgeschossen worden war und danach seinen zertrümmerten Ellbogen und die Schulter operieren lassen musste, hats auf dem neuen Kurs in Austin wenigstens versucht. «In der Schweiz habe ich mit dem Mountainbike extra grobe Hindernisse überwunden und glaubte, es würde gehen.» Eine Fehleinschätzung: Obwohl der 26-jährige Emmentaler den Medical Check problemlos bestanden hatte, schauten im ersten Training mit 14 Runden nur Rang 24 und trotz einer Zusatzportion Schmerzmittel in der zweiten Session mit nur vier Runden Rang 27 heraus.

Lüthi: «Mir fehlt einfach die Kraft im rechten Arm. Es hatte keinen Zweck weiterzufahren. Es wäre vielleicht noch gefährlich geworden.» Ob wie schon beim Startrennen in Doha nun Sergio Gadea als Ersatzfahrer starten darf, ist noch unklar. Teamchef Daniel M. Epp erklärte, dass die nach Reglement eigentlich nicht möglich sei, «doch wir versuchen eine Ausnahmeregelung zu erhalten.»

«Eine geile Piste, da liegt noch viel drin»

Die Bestzeit am ersten Tag gehört dem Briten Scott Redding vor dem überraschenden Belgier Xavier Simeon (beide auf Kalex). Dominique Aegerter war am Vormittag Texas-Zeit noch auf Rang 2 klassiert und verlor im zweiten Training gleich acht Ränge. Doch dem 22-jährigen Rohrbacher gefällt die Strecke: «Eine geile Piste, da liegt noch viel drin.» Sein Suter-Teamkollege Randy Krummenacher lag lange Zeit in den Top Ten, musste sich am Ende aber mit Rang 18 und 2,281 Sekunden Rückstand begnügen. Pol Espargaro, der Sieger des WM-Startrennens in Doha, kam auch nicht auf Touren und belegte nur Rang 7.

Demonstration von Marquez

In der MotoGP lieferte Moto2-Weltmeister Marc Marquez eine Demonstration ab. Der erst 20-jährige Spanier, der gewiss von privaten Tests im Frühling auf der neuen, 5,513 km langen Piste in Texas profitieren konnte, war über eine halbe Sekunde schneller als Honda-Teamkollege Dani Pedrosa. Stefan Bradl (3./Honda); Weltmeister Jorge Lorenzo (4.) und dessen Yamaha-Teampartner Valentino Rossi (5.) verloren schon zwischen 1,1 und 1,8 Sekunden!

Austin. GP USA. Freies Training (kumulierte Zeiten). MotoGP:

1. Marc Marquez (Sp), Honda, 2:05,031 (158,7 km/h).

2. Dani Pedrosa (Sp), Honda, 0,554 Sekunden zurück.

3. Stefan Bradl (De), Honda, 1,142.

4. Jorge Lorenzo (Sp), Yamaha, 1,606.

5. Valentino Rossi (It), Yamaha, 1,837.

6. Cal Crutchlow (Gb), Yamaha, 1,868.

26 Fahrer im Training, 25 innerhalb der 107-Prozent-Regel.

Moto2:

1. Scott Redding (Gb), Kalex, 2:12,481 (149,8 km/h).

2. Xavier Simeon (Be), Kalex, 0,383.

3. Johann Zarco (Fr), Suter, 0,425.

4. Nicolas Terol (Sp), Suter, 0,444.

5. Simone Corsi (It), Speed Up, 0,612.

6. Mika Kallio (Fi), Kalex, 0,659. -

Ferner: 7. Pol Espargaro (Sp), Kalex, 0,678. 10. Dominique Aegerter (Sz), Suter, 0,811. 18. Randy Krummenacher (Sz), Suter, 2,281. 27. Tom Lüthi (Sz), Suter, 4,145.

32 Fahrer im Training.

Moto3:

1. Maverick Viñales (Sp), KTM, 2:18,254 (143,5 km/h).

2. Alex Rins (Sp), KTM, 0,539.

3. Luis Salom (Sp), KTM, 0,561.

4. Miguel Oliveira (Por), Mahindra, 1,352.

5. Romano Fenati (It), FTR-Honda, 1,468.

6. Jonas Folger (De), Kalex-KTM, 1,956.

32 Fahrer im Training.

(fox/si)

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