Germanwings-Flug : Lufthansa beginnt mit Überführung der Opfer
Aktualisiert

Germanwings-Flug Lufthansa beginnt mit Überführung der Opfer

Nun sollen die sterblichen Überreste der Absturzopfer überführt werden. Die erste Maschine mit 30 Särgen soll heute kommen.

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dpa/cmr
Gedenktafel für die Absturzopfer in Le Vernet, Frankreich.

Gedenktafel für die Absturzopfer in Le Vernet, Frankreich.

Nach einiger Verzögerung beginnt die Lufthansa an diesem Dienstagabend mit der Überführung der Opfer des Germanwings-Flugs 4U9525. Das hat das Unternehmen in einer Pressemitteilung bekanntgegeben.

Das Flugzeug mit den sterblichen Überresten der Absturzopfer soll um 20:50 Uhr in Marseille starten und wird um 22:30 Uhr in Düsseldorf erwartet. An Bord werden 30 Särge sein.

So schnell wie möglich

Nach dem ersten Sonderflug sollen die weiteren Opfer in den kommenden Wochen nach und nach in ihre Heimatländer überführt werden. «Die französischen Behörden arbeiten mit Hochdruck daran, die formalen Voraussetzungen für die Überführung der Opfer so schnell wie möglich zu schaffen», hieß es in der Presseerklärung der Lufthansa.

Am vergangenen Mittwoch war öffentlich geworden, dass sich die Überführung aufgrund von Fehlern in den Sterbeunterlagen verzögern würde. Daraufhin hatten sich Angehörige der Opfer in einem Schreiben beklagt. Sie wollten wissen, wann sie ihre Angehörigen beisetzen könnten.

Lubitz hat Dutzende Ärzte aufgesucht

Inzwischen sind weitere Details zur gesundheitlichen Verfassung von Copilot Andreas L. bekannt geworden, der die Germanwings-Maschineoffenbar zum Absturz gebracht hat. So soll L. in den zwei Jahren vor der Katastrophe Dutzende Ärzte aufgesucht haben.

Ein Sprecher der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft bestätigte am Montag die Aussage der französischen Kollegen und grenzte sie zeitlich ein. Andreas L. habe die Mediziner wegen mehrerer gesundheitlicher Probleme konsultiert.

Bei dem Unglück in den französischen Alpen am 24. März starben alle 150 Menschen an Bord, unter ihnen 72 Deutsche.

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