Airlines unter Druck - Lufthansa fliegt trotz Ferienstart ohne Gewinn
Publiziert

Airlines unter DruckLufthansa fliegt trotz Ferienstart ohne Gewinn

Die Lage in der Luft bleibt angespannt. Fluglinien fliegen gerade noch kostendeckend. Die Swiss hofft auf einen Gewinn in den Sommermonaten.

von
Fabian Pöschl
1 / 7
Die Lufthansa kann ihre Kosten gerade so decken.

Die Lufthansa kann ihre Kosten gerade so decken.

Boris Roessler/dpa
Obwohl die Ferien begonnen haben, fliegt sie noch nicht mit Gewinn.

Obwohl die Ferien begonnen haben, fliegt sie noch nicht mit Gewinn.

Paulo Mumia/dpa
Für die deutsche Swiss-Mutter bleibt die Lage angespannt. Helfen könnte eine Kapitalerhöhung.

Für die deutsche Swiss-Mutter bleibt die Lage angespannt. Helfen könnte eine Kapitalerhöhung.

Getty Images

Darum gehts

  • Die Krise in der Luft bleibt gross.

  • Die Lufthansa kann gerade so die Kosten decken.

  • Bei der Swiss ist aber sogar ein Gewinn möglich.

Die Ferien haben in mehreren Kantonen begonnen, der Reiseboom ans Mittelmeer geht los. Doch trotz des Ferienstarts sind die Airlines durch die Corona-Krise weiter unter Druck. Die Lufthansa kann derzeit zwar kostendeckend fliegen, Gewinne erzielt sie aber keine, wie die Lufthansa-Aufsichtsrätin Christine Behle dem «Spiegel» sagt.

Für die deutsche Swiss-Mutter bleibt die Lage angespannt. Helfen könnte laut der Gewerkschaft Ver.di eine Kapitalerhöhung. Damit könne die Airline auch die milliardenhohe Staatshilfe begleichen, für die sie im laufenden Jahr vier Prozent und im kommenden Jahr fünf Prozent Zinsen zahlen muss. Die Aktionäre gaben bereits Anfang Mai grünes Licht für eine Kapitalerhöhung von bis zu 5,5 Milliarden Euro.

Swiss rechnet mit möglichem Gewinn im Sommer

Das ist bei der Swiss nicht nötig. Die Airline in Lufthansa-Besitz fliegt kostendeckend und in den jetzigen Sommermonaten sei sogar ein Gewinn möglich, sagt eine Sprecherin zu 20 Minuten. Einen wichtigen Beitrag leiste auf Langstrecken insbesondere das Frachtgeschäft.

Eine Kapitalerhöhung wäre bei der Swiss nicht möglich, da sie nicht an der Börse gehandelt wird. Die Swiss-Sprecherin verweist auch darauf, dass die Airline weniger als die Hälfte des vom Bund verbürgten 1,5-Milliarden-Kredits bezogen hat.

Allerdings weist die Swiss auch auf die weiterhin stark verzögerte Erholung nach der Krise hin. Deshalb rechnet Finanzchef Markus Binkert weiterhin mit einem «hohen Verlust», wie er bei der Präsentation der Geschäftszahlen für die ersten drei Monate des Jahres Ende April sagte.

Weiter auf Sparkurs

Der neue Swiss-CEO Dieter Vranckx rechnet auch im nächsten Jahr noch nicht mit einem Normalbetrieb. Die Schweizer Fluggesellschaft streicht deshalb 650 Stellen und reduziert die Flotte um 15 Prozent, wie es in einer Mitteilung heisst.

My 20 Minuten

Als Mitglied wirst du Teil der 20-Minuten-Community und profitierst täglich von tollen Benefits und exklusiven Wettbewerben!

Deine Meinung

13 Kommentare