Warnstreik: Lufthansa streicht 678 Flüge wegen Warnstreik – auch Swiss betroffen

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WarnstreikLufthansa streicht 678 Flüge wegen Warnstreik – auch Swiss betroffen

Wegen des Warnstreiks am Boden fallen am Mittwoch nahezu alle Lufthansa-Flüge in Deutschland aus. Der Ausstand werde noch längere Auswirkungen haben, warnt die Airline.

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In München werden 345 gestrichen, in Frankfurt 678 Flüge.

In München werden 345 gestrichen, in Frankfurt 678 Flüge.

AFP
Betroffen sind insgesamt mehr als 130’000 Passagiere.

Betroffen sind insgesamt mehr als 130’000 Passagiere.

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Die Lufthansa erklärte, von Streichungen betroffene Fluggäste würden «umgehend» informiert und nach Möglichkeit auf alternative Flüge umgebucht.

Die Lufthansa erklärte, von Streichungen betroffene Fluggäste würden «umgehend» informiert und nach Möglichkeit auf alternative Flüge umgebucht.

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Darum gehts

  • Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat zum Warnstreik aufgerufen.

  • Lufthansa reagiert und streicht zahlreiche Flüge.

  • Betroffen sind insgesamt mehr als 130’000 Passagiere.

Die Lufthansa streicht wegen des Warnstreiks des Bodenpersonals am Mittwoch fast alle Flüge von und nach Frankfurt am Main und München. Betroffen seien insgesamt mehr als 130’000 Passagiere, wie die Fluggesellschaft am Dienstag in Frankfurt mitteilte. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat von 3.45 Uhr am Mittwoch bis sechs Uhr am Donnerstag zum Warnstreik aufgerufen.

Swiss annulliert 12 Flüge

In Frankfurt müssten insgesamt 678 Flüge gestrichen werden, wie die Lufthansa mitteilte – 32 davon bereits am Dienstag und 646 am Mittwoch. Betroffen seien voraussichtlich 92’000 Fluggäste.

Am Drehkreuz in München müssten demnach insgesamt 345 Flüge gestrichen werden, davon 15 bereits am Dienstag und 330 am Mittwoch. Betroffen seien voraussichtlich 42’000 Fluggäste.

Auch die Swiss ist vom Streik betroffen, wie die Fluggesellschaft auf Anfrage mitteilt. Die Flüge von Genf nach Frankfurt (3 Hin- und Rückflüge) und Zürich nach Düsseldorf (3 Hin- und Rückflüge) werden annulliert. Von der Streichung sind rund 1000 Fluggäste betroffen. Swiss informiert die Fluggäste und sucht nach möglichen Alternativen.

Die Lufthansa erklärte, von Streichungen betroffene Fluggäste würden «umgehend» informiert und nach Möglichkeit auf alternative Flüge umgebucht. «Allerdings sind die dafür verfügbaren Kapazitäten sehr begrenzt», warnte die Airline.

Mehr Lohn gefordert

Personalchef Michael Niggemann kritisierte den Warnstreik erneut als überzogen. Die frühe Eskalation des Tarifkonflikts nach nur zwei Verhandlungstagen in einer bislang konstruktiv verlaufenden Tarifrunde richte enorme Schäden an, erklärte er. Das betreffe vor allem die Kundinnen und Kunden in der Hauptreisezeit zusätzlich stark, aber auch die Mitarbeitenden in einer ohnehin schwierigen Phase des Luftverkehrs.

Die Tarifverhandlungen zwischen der Lufthansa und Verdi für die rund 20’000 Beschäftigten am Boden waren in der zweiten Runde Mitte Juli ohne Ergebnis geblieben. Die Gewerkschaft will mit dem Warnstreik Druck auf den Arbeitgeber machen. Sie fordert 9,5 Prozent mehr Lohn und einen Mindeststundenlohn von 13 Euro. 

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(DPA/AFP/fur)

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