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Airberlin-TochterLufthansa verzichtet auf Niki-Übernahme

Der Kauf der Fluggesellschaft Niki durch die Lufthansa ist gescheitert. Am Erwerb der anderen Air-Berlin-Tochter LG Walter soll festgehalten werden.

von
kaf
Angebot zurückgezogen: Ein Flugzeug der Fluggesellschaft Lufthansa rollt am Düsseldorfer Flughafen an Flugzeugen der Fluggesellschaften Niki und Air Berlin vorbei.

Angebot zurückgezogen: Ein Flugzeug der Fluggesellschaft Lufthansa rollt am Düsseldorfer Flughafen an Flugzeugen der Fluggesellschaften Niki und Air Berlin vorbei.

Keystone/Marcel Kusch

Die Lufthansa hat ihr Angebot zur Übernahme der Air-Berlin-Tochter Niki zurückgezogen. Grund ist die ablehnende Haltung der EU-Kommission gegen eine Übernahme der österreichischen Airline aus wettbewerbsrechtlichen Gründen, wie die Lufthansa am Mittwoch mitteilte. Eine schnelle Freigabe des Erwerbs sei nicht zu erwarten. Der im Oktober geschlossene Kaufvertrag könne darum nicht vollzogen werden. Air Berlin sucht nun nach einem neuen Käufer.

An dem Erwerb der anderen Air-Berlin-Tochter LG Walter solle hingegen festgehalten werden, teilte Lufthansa weiter mit. Dieser Kauf steht ebenfalls noch unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Zustimmung der EU-Kommission.

Der Kaufpreis von 18 Millionen Euro sei noch Gegenstand erneuter Verhandlungen und solle im Wesentlichen zur Tilgung des von der KfW an Air Berlin gewährten Massenkredits verwendet werden. Die deutsche Regierung hatte für die 150 Millionen Euro eine Bürgschaft übernommen.

Ausbau von Eurowings

Mit dem Verzicht auf Start- und Landerechte hatte Lufthansa versucht, die wettbewerbsrechtlichen Bedenken der Kommission gegen die Air-Berlin-Teilübernahme zerstreuen. Lufthansa-Chef Carsten Spohr hatte für den Fall eines Scheiterns der Niki-Übernahme einen «Plan B» angekündigt. Er sehe vor, die Lufthansa-Tochter Eurowings in der gleichen Grössenordnung von rund 20 Flugzeugen aus eigener Kraft wachsen zu lassen.

«Die Air-Berlin-Gruppe prüft derzeit Verwertungsalternativen für die Niki Luftfahrtgesellschaft», betonte Air Berlin nach dem Rückzieher der Lufthansa in einer Pflichtmitteilung für die Börse.

Air Berlins Generalbevollmächtiger Frank Kebekus hatte noch am Dienstag mitgeteilt, Lufthansa sei der einzig zuverlässige Kaufinteressent für Niki. Interesse an einem Kauf hatten in den vergangenen Monaten auch Thomas Cook (Condor) und der British-Airways-Mutterkonzern IAG gezeigt.

(kaf/afp)

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