Lufthansa will hoch hinaus
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Lufthansa will hoch hinaus

Nach der Übernahme des Schweizer Konkurrenten Swiss will die Lufthansa noch höher hinaus. «Wir wollen weiter wachsen», sagte Konzernchef Wolfgang Mayrhuber auf der Hauptversammlung der Fluggesellschaft am Mittwoch in Köln.

Dabei setze das Unternehmen auf organisches Wachstum durch neue Strecken und neue Kunden, auf Partnerschaften wie die Star-Allianz, aber auch auf weitere Zukäufe wie im Falle Air Dolomiti und Swiss. Hinzu komme «Wachstum an den Rändern», etwa durch die Billigangebote von Germanwings.

«Der Kranich hat an Flughöhe gewonnen, aber ich denke, er kann noch höher hinaus und wir wollen ihn beflügeln», sagte Mayrhuber. Die Luftfahrtbranche sei weiterhin eine Wachstumsbranche und davon wolle die Fluglinie profitieren. Auch wenn nach wie vor Überkapazitäten und hohe Treibstoffpreise das Geschäft erschwerten.

Seit ihrer Gründung im Jahr 1955 sei die Lufthansa eine «Erfolgsgeschichte made in Germany», betonte der Manager. Im ersten Jahr habe die Airline 70.000 Passagiere transportiert, heute seien es mehr als 50 Millionen jährlich. Aus 2.000 Lufthansa-Mitarbeitern seien rund 90.000 geworden, davon alleine 60.000 in Deutschland.

«Lufthansa steht zum Standort Deutschland», sagte Mayrhuber. Doch müsse auch die Politik die notwendige Verlässlichkeit beweisen. «Wir erwarten ein klares Bekenntnis zur Luftfahrt», verlangte der Lufthansa-Chef. Zusätzliche Kostenlasten durch Kerosinsteuer, Sicherheitsgebühren oder Entwicklungshilfeabgaben seinen für die Airline nicht tragbar. «Jeder weiss doch, dass man die Hühner, die fleissig Eier legen sollen, nicht ständig rupfen darf.»

Die Lufthansa hatte das Geschäftsjahr 2004 mit einem Konzernergebnis von 404 Millionen Euro abgeschlossen, nach einem Verlust von 984 Millionen Euro im Vorjahr. Die Umsatzerlöse stiegen um 6,3 Prozent auf 17 Milliarden Euro. (dapd)

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