Fluglinien-Knatsch: «Luftkrieg um Wien» fordert nun erste Opfer
Aktualisiert

Fluglinien-Knatsch«Luftkrieg um Wien» fordert nun erste Opfer

Der harte Konkurrenzkampf um Passagiere für Wien-Flüge hat nun erste Konsequenzen: Die Fluglinie Intersky streicht Flüge. Bei den beiden anderen Airlines geht der Kampf indes weiter.

von
mko

Der Fluglinien-Knatsch in der Ostschweiz zeigt erste Konsequenzen. Die Linie Intersky reduziert ihre Flüge in die österreichische Hauptstadt. Statt dreimal verkehrt sie ab dem 5. Dezember nur noch einmal am Tag zwischen Friedrichshafen und Wien. «So viele Flüge in dieselbe Stadt machen keinen Sinn», so Intersky-Sprecher Roger Hohl. In den letzten Wochen sei die Zahl der Passagiere auf dieser Strecke zurückgegangen. «Das ist auf Dauer nicht wirtschaftlich», so Hohl. Auch der Verkauf einer Maschine stehe im Raum. Nicht nur für Intersky ist die Strecke finanziell unbefriedigend.

Auch Austrian Airlines (AUA) und People's Vienna Line dürften unter dem andauernden Konkurrenzkampf leiden. «Die People's muss pro Jahr ungefähr mit 5 Millionen Euro minus rechnen», schätzt ein Branchen-Kenner. Auch die Austrian Airlines würden mit grosser Wahrscheinlichkeit mit Verlusten kämpfen. «Die AUA kann sich aber zumindest mit Anschlussflügen wie etwa nach Bangkok retten», so der Experte weiter. Ob sich der Flughafen jemals für irgendeine Fluglinie rentiere, bezweifelt er. Bei der People's Vienna Line zeigt man sich kämpferisch. «Der Flughafen Altenrhein hatte im Oktober eine Zunahme an Passagieren um 54 Prozent», so CEO Armin Unternährer. Ziel der Fluglinie sei es, so bald als möglich schwarze Zahlen zu schreiben. (mko/20 Minuten)

Deine Meinung