Aktualisiert

Olympische SpieleLuftschadstoffe könnten Dopingtests beeinflussen

Die schlechte Luft in Peking könnte nicht nur die Leistungen der Sportler bei den Olympischen Spielen 2008 negativ beeinträchtigen. Auch Dopingtests könnten durch die Schadstoffe beeinflusst werden.

Vor allem in den Ausdauer- und Outdoor-Sportarten werde mit Leistungseinbrüchen gerechnet, schreiben Sportmediziner der Universität Verona in der Fachzeitschrift «International Journal of Sports Medicine».

Mit etwa 17 Millionen Einwohnern ist Peking nach Dhaka die «Megacity» mit der weltweit stärksten Luftverschmutzung. Die hohe Konzentration mehrerer Schadstoffe wie Kohlenmonoxid, Ozon, Feinstaub und Schwefeldioxid beeinträchtige bereits gesunde Menschen im Ruhezustand, erklärt das Expertenteam.

Da Leistungssportler bis zu 20-fach stärker atmen, nehmen sie deutlich mehr Schadstoffe auf. Die Sportler atmeten in der Regel durch den Mund. Dabei werde die Nase als wichtiger Schadstofffilter umgangen.

Erhöhte Konzentrationen von Kohlenmonoxid behinderten den Sauerstofftransport im Blut, während die gesteigerten Ozonwerte bei den Sportlern Husten, Brustschmerzen, Atemstörungen, Kopfschmerzen und Augenreizungen auslösen und die Atemleistung herabsetzen könnten, schreiben die Mediziner.

Viele Schadstoffe hätten auch Nebenwirkungen auf die Niere und veränderten die Harnproduktion. Das könnte nach Ansicht der Experten die Dopingtests beeinflussen. Einige «Sünder» könnten übersehen und faire Sportler zu Unrecht des Dopings bezichtigt werden.

(si)

Deine Meinung