Luftseilbahn Wangs-Pizol mit Rekordverlust
Aktualisiert

Luftseilbahn Wangs-Pizol mit Rekordverlust

Die Luftseilbahn Wangs-Pizol AG (LWP) hat im Geschäftsjahr 2006/07 einen Rekordverlust von 1,7 Mio. Franken eingefahren. Grund dafür waren der schlechte Winter und Sonderabschreibungen.

Wie es an der 50. Generalversammlung vom Samstag in Wangs SG hiess, mussten wegen der Zusammenführung aller Bergbahnen am Pizol in die Pizolbahnen AG (Pizag) zusätzliche Abschreibungen von 1 Mio. Franken getätigt werden. Insgesamt waren es 1,9 Mio. Franken, nach 1,2 Mio. Franken im Vorjahr.

Der Betriebsertrag sank um 22 Prozent auf 2,9 Mio. Franken. Zurückgeführt wurde dies auf das schlechte Winterwetter und die trotz guter Pisten negative Berichterstattung in den Medien. Die Erträge im Sommer 2006 lagen zwar 12 Prozent höher. Die Wintereinnahmen aber waren 27 Prozent tiefer und das schwächste Ergebnis sei Jahrzehnten.

Die LWP verzeichnete im letzten Geschäftsjahr (Mai bis April) auf den sechs Anlagen total 116 633 Ersteintritte (verkaufte Billette, Tageskarten und Abonnemente). Das sind 42 000 oder 26 Prozent weniger als im Vorjahr. 31 321 Gäste (&18 Prozent) wurden im Sommer, aber nur 85 312 (-35 Prozent) im Winter gezählt.

Wie Verwaltungsratspräsident Josef Grünenfelder mitteilte, hat die LWP für die Übertragung ihrer Anlagen von der Pizag bisher Aktien im Wert von 2,6 Mio. Franken erhalten. Mit der Übernahme der Ski- und Sessellifte verpflichtet sich die Pizag, je eine neue Zubringerbahn von Wangs und Bad Ragaz ins Pizolgebiet zu bauen.

Bis in etwa zwei Jahren soll die LWP mangels Betriebsanlagen geordnet liquidiert werden. Die bisherigen Aktionäre können damit rechnen, pro zwei LWP-Aktien zu 500 Franken Nennwert eine Pizag- Aktie zum selben Nennwert zu erhalten.

(sda)

Deine Meinung