Ukraine: Flieger-Ass stirbt bei Absturz

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Luftwaffe war sein LebenEr träumte von der F-16, dann stürzte das ukrainische Flieger-Ass ab

Ein Kampfjet-Pilot, der in der Anfangsphase des russischen Angriffkrieges Berühmtheit erlangte, ist tot. Auch zwei weitere Soldaten starben beim Absturz.

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Andrii Pilschtschykow stürzte bei einem Trainingsflug in der Ukraine ab.

Andrii Pilschtschykow stürzte bei einem Trainingsflug in der Ukraine ab.

Ukrainisches Verteidigungsministerium
Eine Freundin von Pilschtschykow postete ein Bild seines Abzeichens.

Eine Freundin von Pilschtschykow postete ein Bild seines Abzeichens.

Twitter
Pilschtschykow war massgebend an Entscheidungen …

Pilschtschykow war massgebend an Entscheidungen …

IMAGO/USA TODAY Network

Darum gehts

  • Ein ukrainischer Kampfjet-Pilot ist bei einem Absturz gestorben.

  • Er erlangte in der Anfangsphase des Krieges Berühmtheit.

  • Das Militär würdigte seinen Einsatz für sein Land.

«Schmerzhaft und ein grosser Verlust» – so bezeichnet das ukrainische Militär den Tod von Andrii Pilschtschykow und zwei weiterer Piloten. Sie kamen bei einem Absturz in der Nordukraine, an dem zwei Trainingsflugzeuge beteiligt waren, ums Leben. Pilschtschykow erlangte durch seine Teilnahme an den Luftkämpfen über Kiew in der Anfangsphase des Krieges Berühmtheit.

Präsident Wolodimir Selenski bestätigte den Tod der Piloten in seiner abendlichen Videoansprache und sagte, sein Land werde «nie einen vergessen, der den Himmel über Kiew verteidigt hat». Pilschtschykow, der den Spitznamen «Juice» trug, sprach im vergangenen Herbst mit der BBC über den immensen Druck, den er als MiG-29-Kampfpilot habe, wenn er versuchen müsse, Hunderte von russischen Marschflugkörpern und Drohnen abzufangen. «Wenn es einem nicht gelingt, ist es ein schreckliches Gefühl, dass vielleicht jemand sterben wird.» Ausserdem sagte er, dass er schon immer der ukrainischen Luftwaffe beitreten wollte.

Eine Freundin von «Juice» bestätigte dessen Tod ebenfalls und postete auf Twitter ein Bild seines Luftwaffenabzeichens.

Der Absturz sei ein grosser Schock für die Ukraine, die von ihren Verbündeten bis zu 61 F-16-Kampfjets erhalten soll, wie die BBC schreibt. Ein Sprecher der Luftwaffe, Juri Ihnat, würdigte Pilschtschykow. Er habe bei Treffen in den USA die dringenden Bedürfnisse der Luftwaffe bei Regierungsvertreten immer hervorgehoben und bei wichtigen Entscheidungen zu Kampfjet-Lieferungen mitgewirkt.

«Sie können sich gar nicht vorstellen, wie gerne er eine F-16 geflogen wäre. Aber jetzt, wo die amerikanischen Flugzeuge tatsächlich am Horizont zu sehen sind, wird er sie niemals fliegen», so Ihnat. «Pilschtschykow war nicht nur ein Pilot, er war ein junger Offizier mit grossem Wissen und grossem Talent.»

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