Aktualisiert 11.10.2013 13:49

NordschweizLuftwaffen-Einsatz erschreckt Bevölkerung

Im Norden der Schweiz kam es zu einem lauten Knall. Ausgelöst hat ihn eine F/A-18. Sie war aber nur auf einer «Live Mission», einem routinemässigen Kontrolleinsatz.

von
rey
«Light Missions», bei denen Flugzeuge identifiziert werden, kommen zweimal täglich vor. Weil die F/A-18 die Schallmauer durchbrach, sorgte der Einsatz für Verunsicherung.

«Light Missions», bei denen Flugzeuge identifiziert werden, kommen zweimal täglich vor. Weil die F/A-18 die Schallmauer durchbrach, sorgte der Einsatz für Verunsicherung.

Ein lauter Knall in der Luft hat am Donnerstagnachmittag in den Kantonen Baselland, Aargau und Solothurn bei vielen Leuten Besorgnis ausgelöst. Dutzende Leute meldeten sich bei der Polizei. Die Schweizer Luftwaffe gab Entwarnung: Es habe sich um einen normalen luftpolizeilichen Einsatz gehandelt.

«Solche Einsätze kommen durchschnittlich fast zweimal täglich vor», sagte Laurent Savary, stellvertretender Kommunikationschef der Schweizer Luftwaffe, auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Manchmal - wie am Donnerstag - flögen die Jets in Überschallgeschwindigkeit. Dass der Überschallknall weit herum gehört wurde, sei den Wetterbedingungen zuzuschreiben.

Das Ziel des Luftpolizeieinsatzes sei gewesen, ein Flugzeug zu identifizieren. Dies sei nur visuell möglich, sagte Savary. Konkret habe am Donnerstag eine F/A-18 auf 11'000 Metern Höhe eine Kontrolle des Flugplans durchgeführt.

«Es war eine sogenannte 'Live Mission', vergleichbar mit einer Fahrzeug- und Fahrausweiskontrolle im Strassenverkehr», sagte Savary. 15- bis 20-mal im Jahr gebe es aber auch Ernstfälle, genannt 'Hot Missions'. Diese kämen beispielsweise vor, wenn ein Flugzeug ein technisches Problem aufweise und bis zur Landung begleitet werden müsse.

Telefone laufen heiss

In der Region Baselland/Aargau/Solothurn meldeten sich Dutzende Leute bei der Polizei. Die Kantonspolizei Baselland registrierte rund dreissig Notrufe wegen des Knalls, wie sie auf Anfrage bekannt gab. Auch im Aargau hätten Leute «von Zofingen bis Wettingen» die Polizei angerufen, sagte ein Polizeisprecher.

Insgesamt waren es dort rund zwanzig Notrufe. Die Kantonspolizei Solothurn erhielt ebenfalls «zahlreiche» Anrufe besorgter Bürgerinnen und Bürger. (rey/sda)

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