Aktualisiert 29.03.2016 13:25

National League A

Lugano nach Finaleinzug im Freudentaumel

Der HC Lugano bezwingt Genf-Servette dank einem Penalty-Treffer in der Verlängerung und zieht in den Playoff-Final ein. Dort wartet der SC Bern.

«Ich würde nie gegen dieses Team wetten. Es fand immer einen Weg für ein Wunder», hatte Servettes Headcoach Chris McSorley nach der unnötigen 2:3-Niederlage nach der Verlängerung im fünften Spiel gesagt. Diesmal allerdings nicht, obwohl die Genfer 2:1 (30.) und 3:2 (nach 13 Sekunden im letzten Drittel) in Führung gingen.

Es passte zu dieser verrückten Serie, dass es zum vierten Mal zu einer Verlängerung kam, wobei zum dritten Mal die Tessiner die Oberhand behielten. Den entscheidenden Treffer erzielte in der 74. Minute Verteidiger Philippe Furrer, der einen Penalty souverän verwandelte. Schon zuvor waren die Bianconeri dem Sieg in der Overtime mehrmals nahe gestanden.

Schnelle Tessiner Reaktion

Die Reaktion von Lugano auf die Rückstände war jeweils prompt erfolgt. Nur 126 Sekunden nach dem 1:2 von Kevin Romy (30.) traf Fredrik Pettersson mit seinem 28. Tor in dieser Saison nach magistraler Vorarbeit von PostFinance-Topskorer Linus Klasen zum 2:2. Das 3:2 von Noah Rod, das nach 13 Sekunden im letzten Drittel fiel, hielt nur 155 Sekunden, dann schloss Damien Brunner einen Konter erfolgreich ab, wobei das Tor nicht unhaltbar schien.

Die beiden Teams boten den 7628 Zuschauern eine packende Partie, in der gerade so gut auch Servette als Sieger hätte hervorgehen können. Während die Vorteile im letzten Drittel auf Seiten der Luganesi lagen, waren in den ersten 40 Minuten eher die Genfer besser gewesen.

Genf führte zwei Mal

Nachdem Diego Kostner die Bianconeri in der 7. Minute mit einem Ablenker in Führung gebracht hatte, sorgten Verteidiger Eliot Antonietti (24.) mit einem Weitschuss von der blauen Linie und Romy (30.) für die zwischenzeitliche Wende. Letzterer tankte sich gegen Klasen durch, zog von der Bande in den Slot und liess Luganos Keeper Elvis Merzlikins keine Chance. Der Druck von Servette ging weiter; Lugano bekundete in dieser Phase Mühe. Insofern hätte das 2:2 zu keinem besseren Zeitpunkt fallen können.

Lugano hatte zum 26. Mal die Chance, eine Serie vor heimischem Publikum zu beenden, und nutzte diese zum 18. Mal. Nun treffen die Tessiner ab Samstag im Final auf Bern. Die Bianconeri geniessen als Fünfter der Qualifikation Heimvorteil. Lugano und Bern treffen zum neunten Mal in den Playoffs aufeinander, wobei sich sechsmal der SCB durchgesetzt hat.

Lugano - Genève-Servette 4:3 (1:0, 1:2, 1:1, 1:0) n.V.

7628 Zuschauer. - SR Vinnerborg/Wiegand, Borga/Kaderli.

Tore: 7. Kostner (Bertaggia) 1:0. 24. Antonietti (Traber, Slater) 1:1. 30. Romy 1:2. 32. Pettersson (Klasen) 2:2. 41. (40:13) Rod (Slater, Traber) 2:3. 43. Brunner (Hofmann) 3:3. 74. Furrer 4:3 (Penalty).

Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Lugano, 8mal 2 plus 10 Minuten (Fransson) gegen Genève-Servette.

PostFinance-Topskorer: Klasen; Romy.

Lugano: Merzlikins; Kienzle, Hirschi; Chiesa, Furrer; Ulmer, Vauclair; Kparghai; Walker, Sannitz, Lapierre; Pettersson, Martensson, Klasen; Brunner, Hofmann, Bertaggia; Kostner, Dal Pian, Reuille, Fazzini.

Genève-Servette: Mayer; Antonietti, Mercier; Bezina, Loeffel; Vukovic, Fransson; Iglesias; Traber, Slater, Rod; Simek, Lombardi, Pedretti; Riat, Romy, Pyatt; Jacquemet, Kast, Rubin; Douay.

Bemerkungen: Lugano ohne Stapleton (überzähliger Ausländer), Steinmann und Morini. Genève-Servette ohne Bays, Wick, D'Agostini und Almond (alle verletzt). - Pfostenschüsse: 35. Lombardi, 62. Bertaggia. - Timeouts: Lugano (71.); Genève-Servette (73.).

(sda)

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