Saipi gesperrt: Lugano will mit Trick Ersatzgoalie-Duell im Cupfinal verhindern
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Stammgoalie Saipi gesperrtLugano will mit Trick Ersatzgoalie-Duell im Cupfinal verhindern

Am Sonntag (14 Uhr) könnten im Cupfinal zwischen Lugano und St. Gallen zwei Ersatzgoalies auf dem Platz stehen. Bei den Ostschweizern ist das sogar freiwillig so.

von
Lucas Werder
Silvan Haenni

Für diese Tätlichkeit gegen YB fliegt Lugano-Goalie Saipi vom Platz.

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Darum gehts

  • Im Super-League-Spiel gegen YB hatte Lugano-Goalie nach einer Tätlichkeit Rot gesehen.

  • Damit wäre der 21-Jährige eigentlich für den Cupfinal gesperrt.

  • Doch die Tessiner greifen vor dem Spiel am Sonntag in die Trickkiste.

  • Bei Final-Gegner St. Gallen wird dagegen definitiv Ersatz-Goalie Lukas Watkowiak im Tor stehen.

Einfach nur dumm – anders kann man die Aktion von Lugano-Goalie Amir Saipi beim 3:1-Sieg gegen YB am vergangenen Samstag nicht bewerten. Kurz vor Schluss verliert der 21-Jährige im eigenen Strafraum nach einem Rempler die Nerven und tritt gegen YB-Flügel Christian Fassnacht nach. Die Folge: Platzverweis und zwei Spielsperren. Nur, weil der Aktion ein Stürmerfoul vorausgegangen ist, wird Lugano nicht auch noch mit einem Platzverweis bestraft.

Es ist trotzdem ein besonders saurer Apfel, in den Saipi nun wohl beissen muss. Während der Schaffhauser die erste Sperre am Mittwoch gegen Servette absitzen konnte, fällt die zweite auf den Cupfinal vom Sonntag gegen den FC St. Gallen. Wegen seiner Tätlichkeit muss der U-21-Nati-Goalie ausgerechnet im bisher grössten Spiel seiner Karriere zuschauen – oder doch nicht?

Am Mittwoch haben die Tessiner nämlich Rekurs eingelegt. Die Chance, dass dieser gutgeheissen wird, ist gering. Doch er hat eine aufschiebende Wirkung. Saipi darf also so lange spielen, bis die Rekurs-Kommission des Verbands ihren Entscheid gefällt hat. Es besteht also die realistische Chance, dass der 21-Jährige am Sonntag tatsächlich das Lugano-Tor hüten könnte. Noch ist aber nichts definitiv, wie es auf Anfrage bei den Bianconeri heisst.

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Für den Cupfinal wäre Lugano-Goalie Amir Saipi eigentlich gesperrt gewesen.

Für den Cupfinal wäre Lugano-Goalie Amir Saipi eigentlich gesperrt gewesen.

Urs Lindt/freshfocus
Durch die aufschiebende Wirkung des Rekurses könnte nun aber doch der 21-Jährige anstelle von Ersatzmann Sebastian Osigwe im Tor stehen.

Durch die aufschiebende Wirkung des Rekurses könnte nun aber doch der 21-Jährige anstelle von Ersatzmann Sebastian Osigwe im Tor stehen.

Pascal Muller/freshfocus
Sicher nicht spielen wird St. Gallens Nummer 1, Zigi.

Sicher nicht spielen wird St. Gallens Nummer 1, Zigi.

Claudio De Capitani/freshfocus

St. Gallen mit Ersatzgoalie

Anders sieht die Lage bei Final-Gegner St. Gallen aus. Dort wird Stammgoalie Lawrence Ati Zigi definitiv nur auf der Ersatzbank Platz nehmen. Cup-Goalie Lukas Watkowiak darf am Sonntag ran. Geht Espen-Trainer Peter Zeidler damit nicht ein unnötiges Risiko ein? Denn mit Publikumsliebling Zigi würden die Ostschweizer im Fall der Fälle eigentlich über einen richtigen Penaltykiller verfügen.

«Wir haben in den letzten Wochen immer wieder Elfmeterschiessen ins Training eingebaut. Ich habe keine Statistik geführt, aber sie sind beim Halten von Penaltys auf dem absolut gleichen Niveau», bleibt Trainer Zeidler cool. Käme es im Wankdorf tatsächlich zum Penalty-Krimi, sind die Ostschweizer vorbereitet. Die Schützen stehen», sagt Zeidler. «Und im letzten Training haben wir alle reingehauen.»

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