Von Ex-Freundin beschuldigt - Luke Mockridge bricht nach Vergewaltigungsvorwurf sein Schweigen
Publiziert

Von Ex-Freundin beschuldigtLuke Mockridge bricht nach Vergewaltigungsvorwurf sein Schweigen

Monatelang war es still um den Comedian. Jetzt hat sich Luke Mockridge (32) erstmals zu den Vergewaltigungsvorwürfen gegen ihn gemeldet.

von
Lara Hofer
1 / 8
Der Moderator und Comedian Luke Mockridge (32) hat sich am Samstagabend erstmals zu den Vergewaltigungsvorwürfen seiner Ex-Freundin gegen ihn geäussert. 

Der Moderator und Comedian Luke Mockridge (32) hat sich am Samstagabend erstmals zu den Vergewaltigungsvorwürfen seiner Ex-Freundin gegen ihn geäussert.

Instagram/thereallukemockridge
In seinem Instagram-Video betont der 32-Jährige seine Unschuld und sagt, dass auch die Staatsanwaltschaft keinen Tatbestand gegeben sah. «Die versuchen, einen Menschen aus mir zu machen, der ich nicht bin. Ich werde mit Sachen konfrontiert, die nie passiert sind», so Luke.

In seinem Instagram-Video betont der 32-Jährige seine Unschuld und sagt, dass auch die Staatsanwaltschaft keinen Tatbestand gegeben sah. «Die versuchen, einen Menschen aus mir zu machen, der ich nicht bin. Ich werde mit Sachen konfrontiert, die nie passiert sind», so Luke.

Instagram/thereallukemockridge
Des Weiteren kündigte er in seinem Statement-Video an, dass er sich für dieses Jahr von der Bühne verabschieden werde. Er wolle sich jetzt Zeit für sich nehmen, um mit der Situation klarzukommen. 

Des Weiteren kündigte er in seinem Statement-Video an, dass er sich für dieses Jahr von der Bühne verabschieden werde. Er wolle sich jetzt Zeit für sich nehmen, um mit der Situation klarzukommen.

Instagram/thereallukemockridge

Darum gehts

  • Nach monatelanger Social-Media-Pause hat der Comedian Luke Mockridge (32) am Samstagabend mit einem Instagram-Video sein Schweigen gebrochen.

  • Im Clip nimmt er erstmals Stellung zu den Vergewaltigungsvorwürfen seiner Ex-Freundin gegen ihn, die ihn wegen versuchter Vergewaltigung angezeigt hatte. Luke dementiert die Vorwürfe und betont seine Unschuld.

  • Zudem sagt er im Video, dass die Anschuldigungen von der Staatsanwaltschaft geprüft worden seien und diese zum Schluss gekommen sei, dass kein Tatverdacht vorliege.

  • Das Statement-Video löste unterschiedliche Reaktionen im Netz aus.

Normalerweise bringt der Comedian Luke Mockridge (32) sein Publikum mit lustigen Aussagen und lockeren Themen zum Lachen. Nicht aber in seinem neusten Instagram-Beitrag vom Samstagabend, worin dem Komiker sichtlich zum Weinen zumute ist. Gleich zu Beginn des Videos verkündet er die Nachricht: «Ich liebe meinen Beruf, doch es wird dieses Jahr keine Auftritte und Shows mehr von mir geben.»

Seit im Frühling öffentlich bekannt wurde, dass seine Ex-Freundin ihn wegen versuchter Vergewaltigung angezeigt hatte, habe er «eine Welle des Hasses» erfahren, so Luke. «Meine Familie und ich wurden täglich mit Beleidigungen überhäuft.» Auf Social Media verbreitete sich unter anderem der Hashtag #Konsequenzenfürluke, wobei Tausende Menschen forderten, dass der TV-Sender Sat 1 seine Zusammenarbeit mit ihm beendet und sich der Comedian ganz aus der Öffentlichkeit verabschiedet. «Ich erhielt sogar Morddrohungen.»

Luke betont Unschuld

In seinem Statement-Video dementiert der Comedian nun jegliche Vorwürfe gegen ihn. Er sagt: «Die versuchen, einen Menschen aus mir zu machen, der ich nicht bin. Ich werde mit Sachen konfrontiert, die nie passiert sind.» Er betont dabei, dass er nie etwas Verwerfliches gemacht habe.

Die Beziehung zwischen ihm und seiner Ex-Freundin sei generell «sehr toxisch» gewesen. Luke habe die Partnerschaft deshalb vor drei Jahren beendet. Die Trennung sei für beide sehr emotional und schwierig gewesen, so Luke. «Umso überraschender war es, als ich Monate später wie aus dem Nichts eine Anzeige von ihr und den Anwälten im Briefkasten liegen hatte.»

«Es soll sich angefühlt haben wie eine versuchte Vergewaltigung»

Der Vorwurf seiner Ex-Freundin: versuchte Vergewaltigung. «Es ging darum, dass es eine Nacht innerhalb unserer Beziehung gegeben haben soll, in der ich Sex wollte, aber sie nicht. Es ist dann auch nicht zum Sex gekommen, aber für sie soll es sich rückwirkend angefühlt haben wie eine versuchte Vergewaltigung», sagt Luke. «Es war unfassbar, so etwas zu lesen, weil es sich einfach nicht damit deckt, was wir zu der Zeit erlebt haben.»

Das sehe auch die Staatsanwaltschaft so. «Die Anschuldigungen sind auf zwei Instanzen geprüft worden und beide kamen zu dem Schluss, dass kein Tatverdacht vorliegt», sagt Luke. Er betont, dass das Verfahren gegen ihn seit Monaten rechtskräftig beendet sei. «Eine Juristin meinte zu mir, dass das, was da passiert ist, vielmehr in den Raum einer Paartherapie gehöre, als in den Raum der Justiz.» Doch selbst wenn die Richter ihr Urteil längst gefällt haben, geht die Beurteilung auf Social Media weiter. So löste auch Lukes Statement-Video unterschiedliche Reaktionen aus.

Die Social-Media-Debatte geht weiter

«Es bricht mir das Herz, dich so zu sehen, das hast du nicht verdient», schreibt etwa eine Instagram-Userin. Viele Fans zeigen sich solidarisch mit dem Comedian. Doch es geht längst nicht allen so. «Das ist ein manipulatives Statement. Wir haben kein Mitleid mit dir», schreibt eine andere Userin. «Hier geht es nicht um Hass, sondern um Gerechtigkeit. Es geht um Konsequenzen für dein falsches Handeln.»

Luke geht allerdings nicht weiter auf die Hate-Kommentare ein. In seinem Video sagt er: «Leute mit anonymen Twitter-Accounts glauben, mehr zu wissen als juristische Instanzen.» Der Comedian wolle sich derweil auf sich selbst konzentrieren. Er nehme seit Monaten professionelle Hilfe an, was ihm helfe, mit der Situation umzugehen. «Ich möchte mich im Stillen sammeln und wieder zu mir finden.»

Bist du oder ist jemand, den du kennst, von sexualisierter, häuslicher, psychischer oder anderer Gewalt betroffen?

Hier findest du Hilfe:

Polizei nach Kanton

Beratungsstellen der Opferhilfe Schweiz

Lilli.ch, Onlineberatung für Jugendliche

Frauenhäuser in der Schweiz und Liechtenstein

Zwüschehalt, Schutzhäuser für Männer

Agredis, Gewaltberatung von Mann zu Mann, Tel. 078 744 88 88

LGBT+ Helpline, Tel. 0800 133 133

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

My 20 Minuten

Als Mitglied wirst du Teil der 20-Minuten-Community und profitierst täglich von tollen Benefits und exklusiven Wettbewerben!

Deine Meinung