Moskauer Bürgermeister: Luschkow will nicht gehen
Aktualisiert

Moskauer BürgermeisterLuschkow will nicht gehen

Moskaus Bürgermeister Juri Luschkow will sich dem Druck von Präsident Dmitri Medwedew nicht beugen. Er bietet der Landesregierung die Stirn.

Juri Luschkow wird nicht freiwillig abtreten.

Juri Luschkow wird nicht freiwillig abtreten.

Er werde nicht zurücktreten, sagte Luschkow und forderte seinen Widersacher so auf, sich mit Kritik zurückzuhalten oder ihn zu entlassen. Der mächtigste Regionalpolitiker des Landes hatte Medwedew wiederholt angegriffen und einen stärkeren Präsidenten bei den in zwei Jahren anstehenden Wahlen gefordert.

Die staatlich kontrollierten Medien gehen den seit 1992 regierenden Luschkow mit Vorwürfen von Korruption und Missmanagement hart an. Aus dem Präsidentenpalast kommen Stimmen, die einen Rücktritt fordern. Der Konflikt wird von Beobachtern als Test für die Entschlossenheit von Medwedew vor den Wahlen gesehen.

Die russische Verfassung erlaubt dem Präsidenten die Entlassung des Moskauer Bürgermeisters wie auch anderer regionaler Volksvertreter. Medwedew hätte in dem Fall auch das Recht, einen Nachfolger einzusetzen. (sda)

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