Aktualisiert 14.12.2008 22:37

BERLINLustenbergers Bilderbuch-Tor

Es war ein Tor, das Hertha-Coach Lucien Favre das Herz wärmte: Fabian Lustenbergers 3:0 gegen den KSC war ein Beispiel für die Fussball-Philosophie des Romands.

von
Sandro Compagno

Erst ein lehrbuchmässiges Direktspiel über fünf Stationen, dann Lustenbergers Treffer als finaler Akt: Für die Karlsruher Verteidiger ging alles etwas zu schnell. Sie ­bekundeten schon Mühe, dem Geschehen gedanklich zu ­folgen.

Lustenbergers Tor war der Höhepunkt einer tadellosen Berliner Vorstellung beim 4:0-Sieg gegen den KSC. Die Hertha überwintert auf dem dritten Platz, der zur Teilnahme an der Qualifikation zur Champions League berechtigt. So gut war sie nie seit Bestehen der Bundesliga, doch Lustenberger bleibt cool: «Damit können wir uns nichts kaufen. Erst wenn die Rückrunde ähnlich gut verläuft, dürfen wir zufrieden sein.» Mit seiner persönlichen Saison ist der Mittelfeldspieler nicht unglücklich, obschon er zuletzt oft auf der Ersatzbank sass. Im Oktober hatte er sich den Oberschenkel gezerrt. Anschliessend startete die Hertha eine Serie mit vier Siegen in Folge: «Da gab es für den Trainer keinen Grund, an der Aufstellung etwas zu ändern.»

Die Hinrunde in der Bundesliga ist zu Ende, noch aber ist das Jahr für Hertha nicht vorbei: Am Donnerstag müssen die Berliner im Uefa-Cup bei Olympiakos Piräus gewinnen, wollen sie im Eu­ropageschäft überwintern.

Dann fliegt Fabian Lustenberger in die verdienten Winterferien: Destination Ebikon LU, wo seine Eltern wohnen. In der Innerschweiz wird der 21-Jährige Kraft für die Rückrunde tanken. Das Programm steht fest: «Nichtstun, Familie, Freunde. Ganz gemütlich halt.»

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