Aktualisiert 18.12.2008 19:38

PremiereLuxemburg legalisiert Sterbehilfe

Im Streit um die Sterbehilfe hat das Abgeordnetenhaus in Luxemburg abermals für eine Legalisierung gestimmt.

Gegen den Widerstand von Staatsoberhaupt Grossherzog Henri stimmten die Abgeordneten am Donnerstag mit 31 zu 26 Stimmen für den Gesetzentwurf, drei Parlamentarier enthielten sich. Dem Votum war eine mehr als fünfstündige Debatte vorausgegangen.

Sollte das Gesetz in Kraft treten, wäre das Grossherzogtum das dritte EU-Mitgliedsland nach den Niederlanden und Belgien, in dem Sterbehilfe gestattet ist. Der Gesetzesplan muss allerdings noch mehrere Hürden nehmen.

Das katholische Staatsoberhaupt Henri will dem Sterbehilfegesetz aus Gewissensgründen die Zustimmung verweigern. Regierungschef Jean- Claude Juncker hatte Henris Weigerung kritisiert und die Verfassungsänderung befürwortet. Zwar habe er selbst ähnliche Bedenken wie der Grossherzog, sagte Juncker. Dennoch sei er der Meinung, dass ein vom Parlament beschlossenes Gesetz auch in Kraft treten müsse.

(sda)

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