Luxus-Piraten wird der Prozess gemacht
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Luxus-Piraten wird der Prozess gemacht

Nach der Entführung einer französischen Luxus-Yacht im Golf von Aden sind sechs Piraten aus Somalia nach Paris geflogen worden. Dort soll ihnen der Prozess gemacht werden.

Die Piraten wurden am Mittwoch von einem französischen Militärflugzeug nach Paris geflogen und umgehend in Untersuchungshaft genommen, wie die Polizei mitteilte. Innerhalb von 96 Stunden müssen sie dem Haftrichter vorgeführt werden. Die französischen Streitkräfte haben die Piraten nach offiziellen Angaben teils vor der somalischen Küste und teils auf dem Festland festgenommen.

Die Piraten hatten am 4. April den luxuriösen Dreimaster «Le Ponant» gekapert. An Bord waren 30 Besatzungsmitglieder, darunter 22 Franzosen. Sie waren am Freitag nach einer Woche unversehrt freigekommen. Den Streitkräften zufolge liessen die Piraten ihre Geiseln nach Verhandlungen mit dem Schiffseigner frei. Dieser hatte offenbar Lösegeld bezahlt.

Frankreich schickte eine Eliteeinheit der Streitkräfte in die Region. Auch eine französische Fregatte und ein Aufklärungsflugzeug vom französischen Stützpunkt Dschibuti beobachteten die Lage. Die Regierung in Paris kündigte an, sich bei den Vereinten Nationen für eine intensivere Bekämpfung von Piraterie einzusetzen. (dapd)

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