Autodiebstähle: Luxusauto-Klau: Polizei geht von Profis aus
Aktualisiert

AutodiebstähleLuxusauto-Klau: Polizei geht von Profis aus

Die Diebstähle von Luxusautos häufen sich. Polizei und Garagisten vermuten professionelle Banden.

von
Urs-Peter Zwingli
Die Elite-Garage in Zuzwil hat einen Nachtwächter eingestellt.

Die Elite-Garage in Zuzwil hat einen Nachtwächter eingestellt.

Alle paar Wochen werden in der Ostschweiz Diebstähle von Luxusautos gemeldet: Am vergangenen Wochenende wurden in Bronschhofen wieder zwei Porsches und in St. Gallen zwei Mercedes aus Garagenbetrieben entwendet. Die Diebe brachen in Garagen ein und knackten Schlüsselboxen. «Solche Fälle haben in den letzten Monaten zugenommen», sagt Hans Peter Eugster, Sprecher der Kapo St. Gallen. «Wir gehen davon aus, dass es Profis sind, die gezielt teure Autos suchen.» Wie dreist die Diebe vorgehen, berichtet ein Garagist, der mehrere Filialen in der Ostschweiz besitzt: «Bei einem unserer Mitarbeiter wurde dieses Jahr eingebrochen und der Autoschlüssel gestohlen, als er einen Porsche aus der Garage nach Hause nahm.» Er glaube darum, dass die Täter seinen Betrieb beobachtet hätten, sagt der Garagist. Nun werden die Autoschlüssel im Tresor eingeschlossen.

Garagisten rüsten auf

Gar einen Nachtwächter leistet sich die Elite-Garage in Zuzwil, die auf Luxusautos spezialisiert ist. «Wir mussten handeln, nachdem innert zwei Wochen drei Autos ab Platz gestohlen worden waren», sagt Garagist Mario Felix. Wohin die Autos kommen, ist unklar: Mehrere Garagisten äussern gegenüber 20 Minuten die Vermutung, dass die gestohlenen Autos in Osteuropa «verschwinden». Ähnliches bestätigt ein Mitarbeiter einer grossen Schweizer Versicherung: «Aus Osteuropa werden uns wöchentlich Funde von gestohlenen Autos gemeldet.»

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